Folge 11: Kate Merkle - Age Shaming im Job: Bin ich mit 60 zu alt für den Arbeitsmarkt?

Shownotes

Wir sollen künftig länger arbeiten, doch gleichzeitig wird es für viele Menschen ab 50 immer schwieriger, einen Job zu finden. Altersdiskriminierung am Arbeitsmarkt, auch Ageism genannt, trifft besonders Menschen, die gerne weiterarbeiten würden, aber bei Bewerbungen plötzlich als zu alt gelten.

Kate Merkle kennt diese Erfahrung aus erster Hand. Mit 67 fragt sie sich, wie sie sich beruflich noch einbringen kann, nachdem ihr ein Headhunter bereits mit Mitte 50 sagte, sie sei zu nahe am Rentenalter. Dabei blickt sie auf eine beeindruckende Karriere zurück: Sie war General Managerin der Luxusmarke H-Stern, saß in Aufsichtsräten und sammelte internationale Erfahrungen als Unternehmerin in Afrika.

Ihr Weg verlief allerdings selten nach Plan. Ursprünglich studierte sie Schauspiel am Konservatorium in Gent, bevor sie nach Deutschland zog und in die Schmuckbranche einstieg. Aus der kreativen Quereinsteigerin wurde eine erfolgreiche Top-Managerin. Als ihr schwer kranker Ex-Mann sie bat, das Familienunternehmen für die gemeinsame Tochter weiterzuführen, gab sie ihren Traumjob auf.

Mit 50 musste sie sich beruflich neu erfinden. Ein eigenes Unternehmen brachte nicht den erhofften Erfolg, und auch mit 60 stand sie erneut vor einem beruflichen Neustart. Dabei wurde ihr Alter zunehmend zum Hindernis – von der Jobsuche über Gespräche mit Headhuntern bis hin zu einem Test von Karriereplattformen für erfahrene Arbeitskräfte.

In dieser Folge von Why don’t ju sprechen wir über Ageism im Job, berufliche Veränderung mit 50 und 60+ und die Frage, welchen Platz Menschen über 60 noch auf dem Arbeitsmarkt haben.

Darum geht es in dieser Folge:

  • Warum Kates Karriere oft vom Schicksal statt von einem festen Plan bestimmt wurde
  • Wie sie als kreative Quereinsteigerin ihre Liebe zu Zahlen entdeckte
  • Warum sie ihren Traumjob ihrer Tochter zuliebe aufgab
  • Wann Alter bei der Jobsuche zum Nachteil wird und welche Erfahrungen sie mit Headhuntern ab 55 machte
  • Ob und wann erfahrene Beschäftigte Platz für jüngere Generationen machen sollten
  • Warum ihre Zeit als Unternehmerin in Afrika zu den spannendsten Phasen ihrer Karriere zählt
  • Was hinter Karriereplattformen für Seniors steckt und wie sie mit Age Shaming umgeht
  • Welche Stärken die Babyboomer-Generation in die Arbeitswelt einbringt
  • Warum sie mit 67 über Rente, Altersarmut bei Frauen und finanzielle Sicherheit nachdenken muss
  • Wie eine erschwerte Jobsuche ab 55 die Altersvorsorge und persönliche Sparpläne beeinflussen kann
  • Warum sie heute sagt, dass sie in ihrer Superpower angekommen ist – und weshalb eine Karriere nicht immer planbar ist

Eine Folge über Altersdiskriminierung, berufliche Neuanfänge und die Frage, wie wir Arbeit, Alter und Karriere neu denken müssen.

Why don’t ju ist der Podcast für Menschen, die in der Lebensmitte beruflich neu denken: über berufliche Veränderung, Neustart, Sichtbarkeit und die Frage, was beruflich noch möglich ist.

Abonniere jetzt Why don’t ju, wenn du dich beruflich verändern möchtest, über einen Neustart nachdenkst oder einfach wissen willst, was beruflich noch möglich ist.

Denn: Es ist nie zu spät für berufliche Veränderung – oder sogar für den Traumjob.

LINKS ZUR FOLGE:

  • Wenn du mehr zu Kate Merkle wissen möchtest, dann folge ihr auf LinkedIn.
  • Kate ist außerdem Contributor & Consultant für das HeyDay Magazin. Mehr dazu findest du hier.

KONTAKT:

Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:20: Herzlich willkommen bei Why Don't You, der Podcast für die bürofliche Veränderung in der Mitte des Lebens.

00:00:25: Meine heutige Gästin kommt aus einer Künstlerfamilie Papa-Regisseur Mama Schauspielerin.

00:00:31: deswegen hat er sich nicht viel dabei gedacht und hat einfach auch Schauspiel am Konservaturm in Belgien studiert.

00:00:37: Sie ist dann der liebe Wegen aber nach Deutschland gezogen, weil sie sich an einen Schmuckproduzenten verliebt hat aus Pforzheim.

00:00:43: Sie hat dann viele Jahre auch nach dem NDE im Bereich Schmugg als Topmanager gearbeitet für richtig große Luxusbrains und sie saß in einigen Vorständen.

00:00:53: Ihren Traumjob hat sie aber dann aus familiären Gründen abgeben müssen.

00:00:56: Damals hätte nie gedacht, dass er sich mit fünfzig im Berufsleben nochmal neu positionieren muss.

00:01:01: und als es mit sechzig noch mal wissen wollte hat der Headhunter damals gesagt sie sei doch jetzt eigentlich bereit für die Rente.

00:01:08: Heute mit Sechzig arbeitet sie noch immer aus Coaching und Consultant und sie hat auch ihre eigene Beratungsagentur.

00:01:14: Sie möchte unbedingt auf das Thema Age-Shaming auch im Job hinweisen und sie sagt Das geht teilweise schon mit viertig los.

00:01:21: Herzlich willkommen Kate Merkel.

00:01:24: Ich fühle mich mehr als Willkommen Julia.

00:01:27: Herzlichen Dank für die Einladung,

00:01:31: Kate.

00:01:31: Ich hoffe ich habe alles richtig gesagt.

00:01:32: du hast einen wahnsinnig umfassenden Lebenslauf der sehr beeindruckend ist und ich stelle auch dir die Frage dich jeder gestern am Anfang stell was kannst du heute besser als mit dreißig vor allem beruflich

00:01:44: ruhig bleiben wenn es brennt.

00:01:48: Auch im Job Situationen

00:01:50: auch im Job situationen.

00:01:52: ich lass mich nicht mehr von der Zeit oder von einem Agenda unter Druck setzen Auch nicht mehr von Menschen.

00:02:01: Der gesunde Druck, der kreative Druck den liebe ich nach wie vor aber der entsteht einfach durch das Projekt selbst und durch das Zusammenarbeiten mit Menschen.

00:02:12: Das ist für mich ein Druck der wirklich auch zu einem Erschöpftes Resultat führt.

00:02:19: Sag mal, du kommst aus einer Künstlerfamilie und du hast auch Schauspiel studiert.

00:02:23: Du hast mir auch im Vorgespräch gesagt das war für dich so ein No-Brainer weil dein Papa aus der künstlerwelt kommt und die Mama war Schausperrenvater bei Regisseur.

00:02:31: Hättest du dir damals jemals gedacht dass du Unternehmerin wirst?

00:02:36: Nein natürlich hätte ich das nicht gedacht.

00:02:38: also Das Leben hat einfach mein beruflichen Werdegang geprägt.

00:02:45: Ich habe im Vorfeld für unser Gespräch noch mal darüber nachgedacht, wann ich wirklich so eine Entscheidung aus mich heraus getroffen habe und muss wirklich gestehen dass das Leben sowie so einen roten Faden mich immer von Position oder Situation in die nächste geführt hat.

00:03:05: Und rückblickend kann ich sagen irgendwie habe ich das Vertrauen gehabt es immer weiter zu verfolgen.

00:03:13: Du hast mir auch gesagt, das fand ich einen super schönen und interessanten Satz.

00:03:17: Es gibt Stationen in der Karriere die sucht man sich aus... ...und es gibt Stationene, die finden einen!

00:03:24: Und dann ist es außerhalb des eigenen Machtbereichs dass diese Stationen zu einem kommen.

00:03:31: Ist dir das in deiner Karrierei oft passiert?

00:03:36: Ja, fast nur Julia.

00:03:38: Ich glaube nur bei einem Unternehmen habe ich das wirklich aktiv selbst gestaltet.

00:03:44: Ich wollte dann unbedingt mit dem einen Unternehmen arbeiten aber das Leben hat mir immer von der eine Situation in die andere katapultiert.

00:03:54: man könnte fast sagen mein berufliche Werdegang ist durch Schicksale geprägt.

00:04:00: ja Schicksal im Leben Von Belgien nach Deutschland und dann von Süddeutschland, nach Berlin gebracht haben.

00:04:11: Dann von Berlin auch wieder weiter in der Welt.

00:04:15: Und ja eindeutig!

00:04:20: Du bist in deinen Zwanzigern nach Fortsam gezogen?

00:04:25: Du eine Mann geharatet hast, die auch ein Schmuckfirma hatte.

00:04:30: Warum hast du das Schauspiel eigentlich aufgegeben?

00:04:33: Lags an der deutschen Sprache dass du die noch nicht so gut konntest?

00:04:35: oder war das Interesse dann eher im Familienbusiness zu arbeiten?

00:04:41: Nein, nein.

00:04:42: Also das lag tatsächlich an der deutschen Sprache.

00:04:45: Die deutsche Sprache habe ich die erste zwei drei Jahre nicht fließend gesprochen und man muss sich das vorstellen.

00:04:51: Das waren Mitte der achtziger Jahre.

00:04:53: da war noch eine andere Situation Und ich konnte tatsächlich nicht am Theater arbeiten.

00:05:03: Ich glaube auch nicht, dass es meinen Wunsch noch war weiter am Theater zu arbeiten.

00:05:08: ich wurde eigentlich sehr neugierig auf das neue Land die neue Kultur Die neue Sprache aber auch mit dem Thema was mein Mann Also gearbeitet hat eine Schmuckproduktion Design.

00:05:26: ich hatte ja auch Kunst studiert und Ästhetik habe mich immer interessiert Und dann habe ich einfach mich inspirieren lassen, hab angefangen meine eigene Kollektionen zu zeigen.

00:05:38: Du hast zu mir im Vorgespräch auch gesagt dass du keine klassische Managerin bist?

00:05:43: Warum nicht?

00:05:43: weil das von der Pik auf gelernt hast ohne dass du es studiert hast.

00:05:48: oder warum siehst du dich nicht als klassischer Managerin?

00:05:50: Weil du hast ja später einige Top Positionen in deiner Karriere gemacht.

00:05:56: Ja, ich habe kein Wirtschaftsstudium hinter mir.

00:05:59: Aber im Laufe der Zeit, weil dann auch in die erste Phase des Designs die Ästhetik, die Kreativität irgendwann kam das Thema Vermarktung auf mich zu und ich habe gemerkt dass ich meine eigene Produkte am liebsten selbst vermagte.

00:06:18: Beim Moment, dass das für Markten dazukommt aber auch Produktion fängt man an mit Zahlen zu arbeiten.

00:06:24: Mit Budgets und ich habe wirklich eine große Liebe und Freude gefunden in mit zahlen zu jonglieren.

00:06:32: Für mich war das und du musst dir das vorstellen Das waren natürlich Zahlen in großen Ordnungen die ich mir nie hätte denken können.

00:06:41: Also das war sechsstellige, siebenstellige Zahlen oder das Kapital natürlich was man in diesen Produkten reingibt.

00:06:51: Das macht auch... das ist auch wirklich ein Kapital.

00:06:55: ja dass man da verwalten muss und ich habe mich da auch selbst leiten lassen hab dann auch gemerkt, dass sich eine intuitive Gabe hat mit Zahlen umzugehen und auch mit den

00:07:07: Markt.

00:07:08: Du hast ja dann aber auch in der Schmuckbranche weitergearbeitet, als die Ehe in die Brüche gegangen ist.

00:07:16: Und du hast mir erzählt, du hast an deinen Traumtop gefunden bei Edge Stern.

00:07:19: für alle, die diese Marke nicht kennen.

00:07:21: Ich kenn sie selbst nur von Red Carpet Events und von Promis und von Oscar-Berichterstattung – das ist wirklich ein Luxusschmucklabel!

00:07:30: Aber du hast diesen Job verlassen müssen aus familiären Gründen.

00:07:33: Dein Mann hat dich angerufen und was ist da passiert damals?

00:07:39: Ja, also was damals passiert ist.

00:07:42: Ich war gerade nach drei Jahren konnte ich erfolgreich Sternen positionieren auf dem deutschen Markt neue Retail Stores eröffnen und ich hätte Möglichkeiten gehabt auch in dieses Unternehmen weiterzugehen.

00:07:58: Ich habe das Unternehmen geliebt.

00:08:01: Und plötzlich ... ich weiß noch es war zu Berlinale Da hatten wir eine Suite, wo wir Juwelen für die Stars zur Verfügung gestellt haben.

00:08:13: Kam anruf, dass mein Mann aus dem Krankenhaus in der Schweiz ... Er hatte damals schon eine Lungen-OP gehabt und ein Herz-OP, aber er war nicht mehr aufwindbar.

00:08:27: Er hat sich selber so quasi nach Deutschland bringen lassen um zu sterben.

00:08:39: Und dann sind wir natürlich hin.

00:08:44: Dann saß ich im Krankenhaus und hab ihm in den Tod begleitet, aber ich muss noch kurz davor... Er hat tatsächlich wo erkrankt geworden ist mich gebeten zurückzugehen und das Unternehmen Herr Stern war sehr großzügig zu mir.

00:09:00: Das bin ich heute noch dankbar Die waren so zufrieden und haben mir gesagt, du kannst zwei Wochen für uns arbeiten.

00:09:07: Zwei Wochen in der Schweiz sein.

00:09:09: Aber vom Moment wo er dann gestorben ist und das Unternehmen, das Familienunternehmen was wir gemeinsam auch weiterentwickelt hatten... ...für meine Tochter vererbt wurde hat Stern dann gesagt, Karte!

00:09:26: Du musst dich jetzt entscheiden weil jetzt bist du auch Konkurrenz.

00:09:31: Du bist nicht mehr nur Und das lässt unsere Polizei einfach nicht zu und ich musste dann wirklich sehr schweren Herzen diesen Schritt tun, meine Tochter zuliebe.

00:09:44: Die Idee von deinem Mann war ja dass du deine Tochter weil sie war damals erst einundzwanzig unterstützt, weil sie noch nicht die Erfahrung hatte um dieses Familien-Schmuckunternehmen zu übernehmen komplett oder?

00:09:56: Du hast da also am Anfang mitgearbeitet.

00:09:58: Du hast es mit ihr gemeinsam übernommen

00:10:02: Ja, also er hat mich damals wirklich im Ohr geflüstet.

00:10:07: Dass ich die Guya begleite bis sie ungefähr fünfundzwanzig war.

00:10:14: Das der Ansatz des Unternehmens war.

00:10:16: auch das war erst in eine Stiftung In ein Prozess gegangen dass es in einer Stiftungen kommt aber Ich fand das auf keinen Fall eine gute Idee.

00:10:26: meine Tochter sollte frei diese Firma zur Verfügung haben Und dafür habe ich mich sehr eingesetzt.

00:10:33: Wir haben das dann auch von der Stiftung befreien können und klar, sie hat noch ihr Praktikum gemacht und ich musste Sie da sehr eng begleiten bis ich dann gemerkt hab dass sie eine eigene Vision hat für das Unternehmen was eine völlig neue Idee für die Schmuckindustrie auch war.

00:10:56: und ich hab dann einfach gemerkt, es ist die Zeit mich zurückzuziehen.

00:11:01: Weil ich mich selber erinnere aus Erfahrung dass wenn eine Familienunternehmen in diese Generationsfrage kommt das auch... Ich finde als reifere Persönlichkeit oder als Senior muss man wissen wann die Zeit... Und ich wollte meine Tochter das nicht genau verlieren.

00:11:28: Hast du da gleich eine Idee gehabt, was du machen könntest?

00:11:33: Ich habe dann tatsächlich beschlossen, dass ich eine Studienreise mache nach Angola um zu schauen ob wir dort Kollektionen anbieten können zum Verkauf.

00:11:47: und bei meinem Besuch damals an das Land hab ich einfach erfahren, nee das kann ich hier nicht bringen.

00:11:57: Das Land braucht was ganz anderes und es hat mich inspiriert eine Agentur zu gründen die die afrikanische Regierung in nachhaltige Entwicklungen als Geschäftspartner anbietet.

00:12:14: Und so bin ich gestartet.

00:12:17: Ich habe gemerkt dass ich es lieber Dinge aufzubauen also von der Pieke Und ich möchte auch immer neue Dinge lernen dazu.

00:12:25: Das ist bis heute so und ... Ich bin dann da oft mutig, ja?

00:12:30: Wie ich damals mutig war bei dem einen Schmuckunternehmen oder Belgien zu verlassen.

00:12:36: Diesen Mut hat sich weitergeführt in meine Karriere eigentlich.

00:12:40: Es waren meine spannendste ... Berufsjahre!

00:12:45: Warum waren das deine spannendsten Berufsjarren?

00:12:48: Weil ich so viel gelernt habe.

00:12:52: von der Welt, von die Weltpolitik und es hat total mein Verständnis vom Leben total geprägt und verändert.

00:13:04: Und ob wir das Unternehmen wirklich?

00:13:06: Ich habe meinen Einsatz, meinen Kapitaleinsatz verloren.

00:13:12: also ich musste die Firma dann schließen.

00:13:16: Ich hatte keine Schulden.

00:13:17: aber ja das Invest war dann auch weg.

00:13:21: Aber das habe ich auch nicht nachgetraut.

00:13:24: Natürlich ist es mal hart anzunehmen, aber es war die beste Lehrschule.

00:13:29: Zurück zu deinem eigenen Unternehmen.

00:13:31: Du hast gesagt so nach neunzehn Jahren hat's nicht zum Erfolg geführt?

00:13:34: Was ist für dich der Moment als Unternehmerin wo du sagst man muss sich eingestehen?

00:13:39: Das wars jetzt!

00:13:40: Das muss man jetzt beenden.

00:13:45: Die Frage ist nicht so einfach zu antworten.

00:13:50: Das ist eigentlich auch wieder organisch geschehen, weil die Welt hat sich einfach verändert.

00:13:56: Die Art und Weise wie wir Arten arbeiten, hat sich geändert.

00:14:00: Das Thema New Work, die Digitalisierung.

00:14:04: ich also rückblickend... Ich habe mich natürlich jetzt auch weitergebildet und bin digital gut drauf und ich liebe es mit Gensett zu arbeiten.

00:14:16: aber ich musste damals gestehen dass wie Firmen arbeiten, zusammenarbeiten.

00:14:26: Dass ich vielleicht dann doch ein bisschen Oldschool gerne einen Unternehmen führe, obwohl ich sowohl das Familienunternehmen kennengelernt habe als auch Corporate gearbeitet habe.

00:14:42: Gerade in der Corporated World hat sich wahnsinnig viel verändert und ... H&R, also Human Resources, die ganze Bewerbungssysteme funktionieren heute.

00:14:57: Natürlich ist das positiv auf der einen Seite aber ich kann auch nicht völlig dahinter stehen wie es teilweise mit Menschen umgeht.

00:15:08: man gibt Menschen nicht mehr die Chance ihre wirkliche Talente auszudrücken den Menschen kennenzulernen.

00:15:17: Es ist ein ganz anderes Bewertungssystem, die ich eigentlich nicht unterstützen möchte und da habe ich dann entschieden dass es besser ist vielleicht auch in der Selbstständigkeit zu gehen.

00:15:32: Da kommt noch einen Aspekt dazu.

00:15:34: Ich hab auch gesehen das mein Alter fortschreitet und dass der Arbeitsmarkt immer schwieriger wird.

00:15:44: Und ich komme aus dem Haushalt, mein Vater hat gearbeitet bis er gestorben ist.

00:15:49: Meine Mutter hat geararbeitet bis zu seventy-fünf.

00:15:52: Gerade im kreativen Bereich kann man nicht einfach etwas ausschalten und sagen so jetzt ist das vorbei?

00:15:59: Nee!

00:16:00: Die Kreativität geht ja immer weiter.

00:16:03: Wenn da auch noch die Expertise dazu kommt... Eigentlich muss ich sagen dass ich mit siebenundsechzig fühle mich Gerade in meine Superpower.

00:16:18: Das ist super, aber lass uns erst noch mal kurz drüber sprechen weil du das schon angesprochen hast.

00:16:24: wann ist dieses Altersthema bei dir eigentlich losgegangen im Job?

00:16:30: Du hast auch im Vorgespräch erzählt dass du eben wie gesagt nochmal neu durch starten wolltest.

00:16:34: da warst du sechzig und hat zu dir der Handhater gesagt Sie sind doch kurz vor der Rente oder sie werden jetzt eigentlich schon vor der rente.

00:16:41: was hast Alles erlebt im Job, wo das Alter ein Thema war.

00:16:46: Und war der Headhunter die einzige, die eine Meinung zu deinem alte hatte oder ist da schon früher losgegangen bei dir?

00:16:59: Also ich muss noch mal ganz kurz zurück so ungefähr mit fünfundfünfzig Wo ich dann wirklich gedacht habe wie geht es weiter?

00:17:08: Ich hatte die Firma übergeben, ich war schon in Afrika tätig.

00:17:13: Aber das war jetzt nicht ein vollen Job, dass sich da jede Stunde mit beschäftigt hat und ich wollte auch noch Corporate-Erfahrungen machen weil ich liebe es, Corporates zu arbeiten, mit Teams gemeinsam an einen Ziel und habe mich dann tatsächlich beworben bei Headhunter Agenturen Und da habe ich immer die Antwort bekommen, dass das ... ja, dass es das Alter ein Thema ist.

00:17:46: Ja?

00:17:48: Das war gerade so vor zehn Jahren.

00:17:51: Ich glaube, dass jetzt eine neue Windwidel ein bisschen dreht, aber vor zehn jahren

00:17:55: wurden ... Geht zur Paint.

00:17:58: Ja!

00:17:59: Es wurden fünf- bis dreißigjährige Geschäftsführer eingesetzt.

00:18:06: Nichts gegen die thirty-fünfjährigen, aber ja man hatte einfach keine Chance mehr.

00:18:12: Ja ich glaube Unternehmen kommen jetzt wieder ein bisschen zurück von dieses Thema.

00:18:18: Ich würde dieses Thema Regeneration der Generationen das ist ein Thema womit ich mich sehr beschäftige.

00:18:26: regeneration of generation Also eigentlich

00:18:30: genau

00:18:31: Das bedeutet dass wir das Thema Generation neu betrachten sollen.

00:18:38: Eine Generation ist immer ein gewisse, einen gewissen Zeitverlauf und eigentlich sollten wir das aufgeben.

00:18:49: Das gehört nicht mehr in unsere Zeit.

00:18:51: Warum nicht miteinander?

00:18:53: Also Regeneration eine Generation!

00:18:57: Wir müssen doch nicht mal alles in Boxen stecken sondern es geht doch irgendwie darum dass jede seine Fähigkeiten einsetzt, um gemeinsam an ein Ziel zu kommen.

00:19:10: Und ich finde die Befruchtung mit jungen Menschen zu arbeiten und älteren Menschen und Menschen mittleres Alters unwahrscheinlich inspirativ und mir zeigt das auch... es gibt Minzitas dass es auch zum Erfolg führen kann.

00:19:31: Hast du Viel Erfahrung gemacht mit Altersdiversität in Unternehmen, weil das ist etwas was ich auch.

00:19:38: In einer Podcast-Folge gesprochen habe mit unserer Arbeitsmarktservicechefin Petra Draxel.

00:19:44: Super Folge.

00:19:45: übrigens hört unbedingt nochmal rein.

00:19:47: und da ging es auch darum dass viele Unternehmen diese Alters diversität also das Jung und Alt miteinander arbeiten noch überhaupt nicht leben Und dass Unternehmern noch immer sehr lange nach, wie du schon auch sagst, thirty-fünf Jahren MitarbeiterInnen suchen.

00:20:05: Bevor sie eine Person über fünfzig anstellen.

00:20:08: Auch wenn das Unternehmen sind die eher auf dem Land sind wo sie sich sowieso nicht so krass am Arbeitsmarkt aussuchen können.

00:20:18: Hast Du gute Erfahrungen gemacht mit Altersdiversität?

00:20:21: oder ist das etwas was noch immer in den meisten Unternehmen an Manco ist?

00:20:26: Das ist ein totales Manco!

00:20:27: Also die letzte Jahre habe ich wirklich mich sehr fokussiert, auch verschiedene Plattformen, die Jobs anbieten und so zu verfolgen.

00:20:38: Weil ich immer schaue ob ich mich neu orientieren kann...

00:20:45: Was waren das für Plattform?

00:20:46: Waren das so Plattformens, wo die spezielle Leute ab fünfzig vermitteln?

00:20:51: oder was war es für Karriereplattformen?

00:20:54: Also es gibt Plattformen, die spezifisch sogar in ihrem Brandname das Label Silver tragen.

00:21:07: Und da habe ich tatsächlich mal als Undercover-Recherche für das Heyday-Magazin mich mal angemeldet und da bekomme ich immer noch Post von ab und zu.

00:21:25: Und also da hat mich wirklich, da habe ich gedacht das kann doch nicht wahr sein.

00:21:32: Obwohl man eingegeben kann was man sucht ja bei mir war das Management kriege ich dann so Angebote und nichts gegen diese Angebote weil ich glaube dass tatsächlich viele Rentner sich sehr freuen wenn sie noch tätig sein können und es ist total toll.

00:21:52: Aber sie suchen Fahrer, sie suchen also Fahrer für Unternehmen.

00:22:00: Höchstens ein halbtags Office-Management-Job Also Office Management oder Sekretariat.

00:22:10: aber man kriegt auch mal so einen Angebot um in der Küche zu arbeiten wortwörtlich oder so ein Interim zu machen irgendeine Firma oder sogar an eine Schule.

00:22:29: Aber die Art und Weise, wie das geschrieben war... Ja ich kann das nicht beschreiben!

00:22:35: Das war wirklich als ob wir nicht mehr aufnahmefähig sind.

00:22:42: Also ich war geschockt.

00:22:47: Und ich wollte fast dieses Unternehmen einer Beratung anbieten ...um zu sagen, wie man es besser machen kann.

00:22:55: Also... Wie man es breiter fächern kann und würdevoll machen können?

00:23:01: Was war das Bischemens oder am wenigsten würdevoller, dass dir diese Tops angeboten wurden?

00:23:08: Weil die hatten ja deinen Lebenslauf.

00:23:09: du warst Managerin, du saßt in Vorständen, du hast ein eigenes Unternehmen gegründet Und dann kriegt man Angebote, dass man da Küche arbeiten kann oder als Impferdienst.

00:23:19: Ja

00:23:20: War das, waren diese Angebote des Beschämens da oder gab es noch etwas anderes?

00:23:24: Weil du auch gemeint hast die Art wie sie ist getan haben.

00:23:28: Das Angebot war nicht beschämend weil ich finde jede Arbeit trägt seinen eigenen hohen Wert.

00:23:34: ja also es ist nicht beschähmend auch nicht wenn man mal Geschäftsführerin gewesen ist dann als Fahrerin zu arbeiten.

00:23:42: Das kann einen sogar viel Freude machen etwa in der Art und Weise wie das gemacht worden ist.

00:23:49: Und ich habe mich tatsächlich auch mal bei einen diesen Firmen... Ich hab dann mal dort angerufen, weil die Firma hat mich interessiert!

00:23:58: Das war eine Firma, die im Quantenphysikbereich Software entwickelt hat.

00:24:04: Also von einem Mathematiker und QuantenPhysik interessiert mich und ich hab dann tatsächlich dort angerufen um was es ging.

00:24:12: Und das Gespräch war ganz toll, weil der Inhaber selbst mit mir wirklich Zeit genommen hat.

00:24:20: Aber am Ende ging es darum, dass ich drei Stunden am Tag also vom Computer sitzen sollte und ein paar Sachen im Archiv umbauen sollte.

00:24:39: Und er hatte natürlich verstanden im Gespräch das er mir diesen Job nicht anbieten kann.

00:24:46: Und dann haben wir auch darüber nach, also unterhalten und er meinte auch für ihm war das eine Lektion.

00:24:53: Dass man nicht altersgemäß... Das sind auch wieder diese Kastensysteme, ja?

00:24:59: Ja, die Schubladen.

00:25:01: Das sind nur das an, weil sie sind nur noch weg zu dass.

00:25:08: Wie würdest du sagen, dass ... Man kann sich zwar gar nicht vorstellen aber du bist offiziell auch diese Generation Boomer Und die hat ja so vor zehn Jahren ist das losgegangen, dass man echt doofe Memes gemacht hat.

00:25:24: Da wurde schon sich ein bisschen über sie auch lustig gemacht und die sind nicht mehr so fit und flexibel.

00:25:31: Dein Lebenslauf zeigt aber wie flexibel du eigentlich warst.

00:25:33: Du hast dich immer angepasst, du hast immer neue Dinge überlegt.

00:25:37: Was sind so Dinge wo du sagst, dass deine Generation eigentlich komplett falsch gesehen wird?

00:25:41: Jetzt mal abgesehen von dass diese Tops angeboten wurden?

00:25:48: Also, wenn man alleine schon sieht was man in diesen ich sag jetzt mal fünfzig Jahre wie die Welt sich verändert hat.

00:25:56: Das heißt ein Boomer der hat total die analoge Zeit noch erlebt teilweise auch nicht mit Fernsehen und Bildschirm aufgewachsen.

00:26:07: wir wurden wirklich noch unsere Kreativität wurde noch entwickelt Ja, wie wir Schulsysteme gegangen sind.

00:26:18: Wir wurden wirklich vorbereitet auch Generalisten zu sein.

00:26:21: Also es ging nicht darum uns besiefisch zu fokussieren auf ein Thema und das zu vertiefen.

00:26:30: Viele Boomer sind eigentlich Generalisten Hands on Und ich mein Ich glaube dass wenn man eine Superpower die Boomer zugeben, also zusagen kann.

00:26:42: Dann ist es Flexibilität weil alleine wie wir gerade auch Frauen ja dann die sechzige Jahre ähm die Befreiung der Frau ähm Die Befreiungen sogar das Wahlrecht.

00:26:56: Also Ja in manchen Ländern wurde noch Äh in der Schweiz.

00:27:00: In der Schweiz ja erschreckenderweise Das war rechtzeitig Zeit neunzehnhundertseventig Wenn ich das jetzt richtig erinnere

00:27:08: Ja genau, ich glaube das sogar die Bume und das sieht man jetzt auch überall sind jetzt Demonstrationen.

00:27:15: Und es sind tatsächlich also die Omas und die Kinder, die sich besser verstehen als die Generation dazwischen.

00:27:23: ja weil meine Generation wir sind auch auf die Barrikaden gegangen Wir haben uns wirklich für Veränderung eingesetzt und Das ist das du sprichst auch dass mein Lebenslauf so viel Veränderungen hat.

00:27:37: Ja, ich schreck von Veränderungen nicht ab und ich glaube es gibt viele Böme sie nicht abschrecken.

00:27:44: Und sag mal dass du jetzt selbstständig arbeitest.

00:27:47: liegt das auch daran?

00:27:49: Dass du nur in der Selbstständigkeit machen kannst was du machen möchtest weil du eben auch schon erzählt hast dass die Arbeitsmarkt ab einem gewissen Alter Menschen und nicht nur Frauen sondern auch wirklich Menschen generell es einfach so schwer macht?

00:28:04: ist das auch hauptsächlich der Grund für deine Selbstständigung?

00:28:07: Das ist tatsächlich der Grund, wo ich mich dann überlegt habe.

00:28:10: Das war zwei Tausend Achtzehn Ja und was jetzt?

00:28:15: Was kommt jetzt?

00:28:18: Und ich hab allerdings Weil das kommt ja auch mit diese mit dieser Reife man sagt auf gerade Nicht Mitleif Crisis Die Krise des mittere Lebens Das macht tatsächlich etwas mit einen.

00:28:35: Und das war, als ob ich in der Selbstständigkeit die Quintenzens von meine Berufskarriere zusammenbringen konnte.

00:28:44: Ja?

00:28:44: Ich habe viele verschiedene Themen in meiner Arbeit, in meinem beruflichen Bärdegang gehabt, vieles lernen durften und ich hatte das Bedürfnis, dass sich das alles zusammen führen kann mit Alles was ich daraus gelernt habe um so andere Menschenfirmen mit zu unterstützen, dass sie auch diesen Mut haben wirklich sich total so entfalten und in ihr wahre Kraft zukommen.

00:29:15: Und das war Corporate nicht wirklich mehr möglich wurde mir nicht möglich gegeben wobei ich in der Selbstständigkeit immer auch nach Corporates Strukturen suche wo ich arbeiten kann sodass ich dann mit Teams Transformationsprozesse begleiten kann.

00:29:34: Und das ist mir auch sehr wichtig, weil die Selbstständigkeit für mich alleine zu arbeiten, das reicht mir nicht.

00:29:41: Das macht mich nicht glücklich!

00:29:42: Ich muss mit Menschen arbeiten können.

00:29:49: Da bin ich auch stark.

00:29:50: Es ist auch eine meine Fähigkeiten und ich wollte natürlich um sehr bewusst Julia... ...ich wollte schauen dass sich nicht am Rentenalter aufhören bis zur Arbeit.

00:30:04: die Idee nicht mehr zu arbeiten, zu können in die Energie, die ich heute noch habe.

00:30:14: Da graust mir wirklich ein bisschen davor und ich hab auch heute Nacht darüber nachgedacht also vorbereitet auf unseren Podcast das vielleicht dann doch irgendwann dass ich mich vielleicht schon mal damit auseinandersetzen sollte dass diese Zeit, ich lege es immer noch in der Zukunft irgendwann kommt.

00:30:40: Dass ich mich vielleicht schon damit auseinandersetzen sollte.

00:30:43: Du meinst wieder Rente?

00:30:46: Ich nenne das nicht die Rente sondern damit, dass sich auf dem Arbeitsmarkt mich nicht mehr einbringen kann.

00:30:55: ja ich würde dann was anderes suchen müssen.

00:30:59: also Sei es ich hab ja auch immer soziale Projekte begleitet und.

00:31:08: Ja, ich muss noch... Ich muss mich nochmal neu erfinden glaube ich Julia.

00:31:15: Du hast mir auch im Vorgespräch gesagt dass du dich unter anderem auch deswegen neu erfunden musst weil das was du as strategische Beratung machst immer stärker von der KI erledigt wird.

00:31:27: Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

00:31:29: Also gerade die letzte, das letzte anderhalb Jahre.

00:31:34: Ich war gut ausgebucht sowohl von individuellen Menschen, die meinen Rat besucht haben oder auch von Unternehmen und so ab midde-Zweitausendfünfundzwanzig wurde das weniger.

00:31:57: Auch bei den individuellem Klienten nicht die Mit-Age Menschen, sondern die junge Menschen.

00:32:05: Weil ich habe auch sehr viele junge Menschen, die meine Beratung gesucht haben und da hab' ich gemerkt – und wir haben uns auch darunter mit unterhalten -, dass sie tatsächlich sich mit diesen Chatboxen auseinandersetzen in Kommunikation gehen aufgehoben fühlen, weil Beratungsarbeit bedeutet natürlich auch immer oder fängt damit an aufzuzeigen wo die Dinge nicht funktionieren.

00:32:40: Also die Knotenpunkte und das bedarf dann natürlich um in der Transformationsphase zu kommen dass man an sich arbeiten soll oder dass man Dingen betrachten soll ja?

00:32:53: Und die Chatbox nehmen das einen ab.

00:32:57: Ja, die Chatboxen widerspiegeln dir also nur die positive Ebene.

00:33:09: Also sie genau diese KI-Assistenten oder diese ganzen KI-Tools, die eigentlich ja immer recht geben am Ende des Tages?

00:33:20: Genau und ich auch beraten aber auf eine Art und Weise dass es einfach ist für dich weil die passen sich.

00:33:26: Also, also ob du mich wirklich eingeladen wirst mal wirklich tiefer zu gehen und mal ganz ehrlich mit dir zu sein.

00:33:38: Das war ein großes Thema.

00:33:40: dann auch natürlich in den Firmen strategische Beratung.

00:33:44: ich arbeite ja auch mit KI aber eher um meine Dokumente fertigzumachen oder die Strukturen anzugeben.

00:33:52: Und Ich muss selber gestehen Ja auch mir helfen sie Ja, in meine strategische Struktur zu geben.

00:34:03: Also ich bin auf keinen Fall wäre ich mich gegen Zusammenarbeit mit KI aber ich merke das sehr schnell vorangeht dass auch die Tools wirklich sich optimieren und womöglich dann auch strategische Berater die Arbeit ersetzen.

00:34:26: Du hast mir auch gesagt, dass das der Grund ist warum du auch dieses Jahr jetzt erstmals wegen einer Rente angesucht hast oder wie eingereicht hast.

00:34:38: Ja ich habe dann gesehen, dass es den monatlichen Ankünften nicht mehr hundert Prozent gewährleistet sind.

00:34:49: und vom Alter her Ponte oder durfte ich die Rente anfragen und hab das dann auch gemacht.

00:35:00: Um mich selber abzusichern, dass da doch eine Basis ist... Ich habe auch noch Glück!

00:35:07: Julia durch meinen Corporate-Arbeiten bekomme ich überhaupt noch eine Rente.

00:35:13: Ich bin in vielen Frauenkreisen unterwegs Und es gibt ja viele Frauen, die gar keine Rente bekommen oder minimal wenn es dann soweit ist.

00:35:24: Viele Selbstständige auch Unternehmerinnen, wenn du selber ein Unternehmen hast und auch... Ja also das ist ein großes Fragezeichen.

00:35:36: Das ist ein grosses Thema auch beim in unserem berufliche Werdegang.

00:35:43: Es gibt so viele Frauen die vierzig Jahre arbeiten Und dann auf einmal ein Leben anfangen, wo es eigentlich doch darum gehen sollte, dass ihr jetzt ein bisschen wie du auch dein Leben leiten willst.

00:36:02: Aber die ist da nicht mehr geht und wir schlettern in die Altersarmut

00:36:07: rein.".

00:36:07: Ja, ich glaube es ist ganz wichtig hier einen Punkt nochmal zu sagen das in Deutschland ist auch ein bisschen anders.

00:36:12: Ich war ja auch mal in Deutschland selbstständig.

00:36:15: da ist man nicht automatisch rentenversichert sondern darauf muss man sich Selbstdruck kümmern in Österreich.

00:36:21: Erzahlst du als Selbstständiger automatisch in die Rentenkasse ein?

00:36:24: In Deutschland eben nicht und das ist ein großer Unterschied.

00:36:26: das heißt die Rentenversicherung ist ausschließlich eine die du privat dich darum kümmern musst.

00:36:34: Das ist nochmal zur Erklärung, weil du sagst dass eben viele selbstständige Frauen kennst die nach vierzig Jahren Arbeit keine Rente beziehen können.

00:36:43: Das stimmt.

00:36:44: aber dann kommt noch ein anderes Thema was wirklich problematisch ist Julia wir haben es ja die ganze Zeit besprochen das ab fünfzig mit kein Job findet.

00:36:52: also es gibt viele Frauen die wirklich jahrelang keinen Job finden, die an die dreihundertseptzig Bewerbungen geschrieben haben und nicht einmal oder einmal ein Interview machen dürfen.

00:37:05: Diese Frauen, die leben... Oder wenn sie Glück haben von arbeitslosen Geld in der Zwischenzeit?

00:37:13: Oder müssen an ihre Spareinlagen gehen?

00:37:16: Ja das heißt,

00:37:17: wenn

00:37:19: wir das nicht überbrücken können zum Beispiel du flierst deinen Job mit zweiundfünfzig Dann kann es sein, dass du ... Du musst dich darauf vorbereiten.

00:37:27: Dass du erst mal an alles was du aufgebaut hast eigentlich für dein Rentenalter das du daran musst und dass du's in diese Zeit aufnützt!

00:37:39: Ja, es ist in Österreich und in Deutschland ein ganz großes Thema.

00:37:42: Dass das Rentenalter erhöht werden soll während es Menschen ab fünfzig noch immer sehr schwer haben einen Job zu finden.

00:37:48: wenn du dir jetzt vorstellst dass bei irgendeiner Party in Berlin neben Friedrich Merz stehen würdest was würdest du ihm sagen um ihm ein bisschen etwas von der Realität zu erzählen?

00:37:56: weil er meint ja dass die menschen auch alle zu wenig arbeiten dass man länger arbeiten muss.

00:38:01: aber es gibt dann so Menschen wie dich die wollen arbeiten und es wird ihnen so schwer gemacht.

00:38:09: Ja, was würde ich sagen zu Friedrich Merz?

00:38:11: Also wirklich.

00:38:14: Wenn nicht Friedrich-Merz zuhörer und diese gesamte politische Situation übrigens.

00:38:20: Ich will das jetzt nicht auch nur einen Menschen dafür verantwortlich machen aber ich würde wirklich diesen Menschen die entscheiden an der Entscheidungshebel sitzen, sagen öffnet eure Augen und schaltet eurer Menschlichkeit ein.

00:38:38: Es geht nicht nur um Power, um Macht und Machtgehabe sondern verbindet euch wirklich mit den Menschen für wem ihr die Arbeit macht.

00:38:49: Die euch gewählt haben.

00:38:51: und sieht sie wirklich also das wirkliche Sehen.

00:38:56: Schau dein Gegenüber an!

00:38:59: Schau die Situation an und lasst es mal... Ich glaube wir brauchen mehr Menschlichkeit in der Politik Und nicht nur in der Politik, auch in den Firmen da oben.

00:39:10: Oder auch miteinander verstehen.

00:39:13: Auch du mit deinem Podcast.

00:39:16: Du gibst mir oder andere Frauen die Möglichkeit sich auszutauschen.

00:39:20: Das ist menschlich und auf diese Basis können wir wirklich... Es ist Zeit wieder für globale Veränderungen, für kollektive Veränderung, nicht nur bei uns individuell Und ich glaube an diese kollektive Veränderung, aber es muss von uns aus also von bottom down geschehen.

00:39:42: Wir Menschen müssen Dinge verändern.

00:39:44: Wir können nicht mal warten auf die Politik.

00:39:48: Ja, Kate wir kommen schon zum Schluss und am Schluss stelle ich immer eine Frage was Hörerinnen auch so wirklich von deiner Karriere lernen können?

00:39:58: Und mich würde bei dir am allermeisten interessieren wie du diese Karrierewege gegangen bist, wenn du sagst man kann nicht jeden Karrierschritt selber planen.

00:40:10: Wenn ich in einer solchen Situation mit euch das Gefühl habe jetzt hat dass wer andere für mich entschieden sei ist, dass sich eine Familie gegründet haben und deswegen Teilzeit bin oder wie in deinem Fall familiäre Gründe, dass ich meine Karrieren mal ändern muss.

00:40:23: was würdest du da raten?

00:40:26: Wie kommt man wieder raus oder wie kann man von diesem Punkt aus die Karrierei weiterplanen?

00:40:33: Ich glaube wirklich, dass ich erfahren habe und das sich das auch weitergeben kann.

00:40:40: Wir sollten nicht

00:40:42: nur

00:40:43: uns fokussieren auf Planung weil wenn wir nur uns Fokusieren auf Plannen, planen liegt immer in der Zukunft Und dann halten wir auch zu sehr fest an Kontrolle.

00:40:59: und was ich erfahre ist, dass das Leben manchmal für einen Dinge bereithält, die man sich gar nicht selbst zutrauen würde.

00:41:10: Das heißt wenn man zu sehr festgefahren plant engt man sich selber ein die Möglichkeiten zu erweitern sondern mehr Öffnung zuzulassen dass das Leben auch einen führen kann also mehr in diese mit dem Leben eigentlich gehen.

00:41:36: Ja?

00:41:37: Und da dann natürlich immer seine eigene Entscheidungen treffen, aber nicht zu verbauen dass die Möglichkeiten eigentlich auf einen auch zu fließen können.

00:41:49: Also go with the flow!

00:41:52: Go with the Flow!

00:41:54: Das ist ein super Schlusssatz.

00:41:56: Kate ich sag vielen vielen Dank.

00:41:57: Ich kann überhaupt nicht glauben das jemand wie du eine Rentnerin sein soll Aber Ich danke dir für diesen Podcast und diese ehrliche Einblicke, da sprechen noch immer viel zu wenig Leute drüber.

00:42:10: Vielen Dank, Kate!

00:42:12: Ich danke Dir, Julia auch für alles was du machst und für die Plattformen, die Du uns bietest.

00:42:18: Und ich wünsche Dir auch noch wahnsinnig viel Freude auf Dein weiterer Weg!

00:42:22: Vielen Dank!

00:42:23: Den Podcast wird es noch lange geben... Es ist viel zu tun!

00:42:26: Ja

00:42:26: toll!

00:42:29: Danke, Julia!

00:42:52: Danke!

00:42:57: Ciao!

00:42:58: Das Pod.

00:43:00: Deine Podcast-Agentur.

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