Folge 1 - Beruflicher Neustart Ü40: Kristina Thaden und der Weg zu „Emily in Paris“

Shownotes

Mit Ü40 erfolgreich als Taschen-Designerin durchstarten, ohne viel Vorkenntnisse – und dann gleich von der Netflix-Erfolgsserie „Emily in Paris“ entdeckt werden? Warum nicht? Kristina Thaden hat genau das gemacht und steht für Mut, berufliche Veränderung und Neuanfänge, weil es schon mehrere davon in ihrem Leben gab. Aber zurück zum Anfang.

Kristinas Geschichte des beruflichen Neustarts ist ebenso spannend wie vielfältig. Angefangen hat sie am Theater, aber weil es in der Kunst wenig zu verdienen gab, wechselte sie zunächst für einige Jahre in die Baubranche – um dann mit 40 festzustellen, dass sie wieder kreativer arbeiten möchte. Heute blickt sie mit 46 auf ihren Karrierewechsel in die Modeindustrie zurück: auf die holprigen Anfänge, das Glück, während der Corona-Zeit auf italienische Taschen-Produzenten zu treffen, die plötzlich Zeit hatten, und darauf, wie sie von den Stylisten der Serie „Emily in Paris“ entdeckt wurde.

Sie erzählt, wie sich ein beruflicher Neuanfang anfühlt, warum sie trotz vieler Hürden an ihrer Idee festgehalten hat und wie ihr Hersteller sie ausgerechnet in dem Moment rausschmiss, als nach der Ausstrahlung der ersten Folgen die ersten Bestellungen eintrafen.

In dieser Folge erfährst du:

  1. Wann eine Idee ein kleiner Funke ist – und ab wann man ihr mehr Raum geben sollte.
  2. Warum Kristina ihre Idee stoisch weiterverfolgt hat – ohne besondere Vorkenntnisse oder ideale Voraussetzungen.
  3. Warum die Corona-Zeit der richtige Zeitpunkt für den Start ihres Taschen-Labels war.
  4. Wie Netflix Designerinnen wie sie auf Social Media entdeckt hat und wie sie erfahren hat, dass ihre Tasche für „Emily in Paris“ ausgewählt wurde.
  5. Welcher Supergau kurz vor der Ausstrahlung der ersten Folge hinter den Kulissen passierte.
  6. Wie die Schattenseiten beruflichen Erfolgs aussehen – und warum man darüber offen sprechen sollte.
  7. Wie sie mit ihren besten Freunden Real Talk übt für die Momente, in denen sie aufgeben möchte.
  8. Warum es für einen beruflichen Neustart nie zu spät ist und Alter keine Rolle spielen sollte.

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Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:21: So.

00:00:21: mein heutiger Gast war Theater-Regisseurin.

00:00:25: Sie hat danach als Geschäftsführerin in der Baubranche gearbeitet und damit für sich beschlossen, jetzt Taschen zu designen.

00:00:33: Und was nach einer crazy beruflichen Veränderung klingt ist eine echte Erfolgstory weil die Designs sind in der Erfolgserie Emily and Paris zu sehen.

00:00:42: herzlich willkommen Christina Taden.

00:00:44: Hallo, liebe Julia!

00:00:46: Ich freu mich wahnsinnig, dass du da bist, dass Du extra aus der Schweiz fast für diesen Podcast angereist bist.

00:00:52: Die erste Frage die ich jeder gestehen stelle ist was kannst Du beruflich heute besser als in Deinem Dreißigeren?

00:01:00: Also ganz sicher Entscheidungen treffen mit dem Risiko das die Entscheidung falsch sein kann.

00:01:07: aber eine Entscheidung bringt Bewegung und damit Erfahrung Und es ändert sich etwas.

00:01:14: Der ist Zustand wird verändert.

00:01:18: Nimm uns mal ganz kurz mit auf genau das, was du jetzt gesagt hast und auch auf deine berufliche Veränderung diese Entscheidungen.

00:01:25: Ich finde ja schon deine berufliche Veränderungen vom Theater zur Baubranche – im weitersten Sinne Baubbranche!

00:01:33: Wie kam das überhaupt zustande?

00:01:36: Die Brotlose Kunst, sage ich immer.

00:01:38: Ich war eine echte Theaterpflanze und hatte mich dem ganz gewidmet und habe dafür so ziemlich jeden Nebenjob angenommen der zur Verfügung stand Und bin dort in der Marktforschung in die Teamleitung aufgestiegen und bin immer promoted worden und hab irgendwann gemerkt das macht auch viel Freude Das Management ein bisschen gestalten zu können in andere Ja, in andere Richtungen gehen zu können.

00:02:06: und dann habe ich noch Projektmanagement ganz klassisch gelernt.

00:02:09: Alles in dem Theater?

00:02:12: Genau das war noch neben dem Theater.

00:02:14: und irgendwann habe ich nur noch künstlerisch als Sprecherin gearbeitet, hab geschrieben und bin dann Trainerin und Coach... mit einigen Ausbildungen geworden, habe das einige Jahre gemacht und dann in der Baubranche tatsächlich gelandet.

00:02:33: In einem Unternehmen für Fenster- und Metallfassaden.

00:02:38: Klingt wenn man aus der kreativen Theaterwelkom eher ein bisschen boring oder?

00:02:44: Es war spannend sagen wir so.

00:02:47: es war nicht kreativ.

00:02:48: aber was ich dort gelernt habe war die klassische Management Schule.

00:02:55: Was heißt es eben, Entscheidungen zu treffen im Sinne eines ganzen Unternehmens?

00:03:00: Produktion.

00:03:02: Eine Produktion war angegliedert.

00:03:03: zwar gab ein großes Produktionswerk in Nordmazedonien auch interkulturell konnte ich da viel lernen und das war das war enorm hilfreich.

00:03:13: Es war auch sehr spannend.

00:03:14: Ich war die einzige Frau in der Geschäftsleitung.

00:03:17: Da gab's dann durchaus auch so paar Themen wo es Auseinandersetzungen gab

00:03:22: Kann ich mir vorstellen.

00:03:23: Aber er hatte wiederum ein ganz tolles Team aus, ich glaube, sechs bis acht Frauen.

00:03:29: Und wie kam es, dass du?

00:03:31: dann bist du eines Morgens aufgewacht und hast dir gedacht, ich möchte jetzt was komplett anderes machen?

00:03:35: Weil du hast ja im Corona-Jahr entschieden, dass dich mit ... Du warst damals vierzig oder?

00:03:41: Du möchtest jetzt Taschendesignen!

00:03:44: Ja diese Frage versuche ich immer irgendwie richtig knackig zu beantworten und ich kann nur sagen Es ist nicht so gewesen, dass ich eines morgens aufgewacht bin und dachte jetzt mache ich Taschen.

00:03:55: Und ich frage mich immer was war denn da los?

00:04:00: Ich war noch nicht mal der Fashionista.

00:04:02: Ich habe keine riesige Handtaschensammlung zu Hause und hatte bis dahin noch nicht einmal die Vogue gelesen.

00:04:08: Ich hab mich eher für Skulpturen interessiert, für den Raum zwischen den Dingen, was passiert eben gerade in der Theaterarbeit, was.

00:04:18: Und hatte eben weiterhin als Sprecherin gearbeitet, aber irgendwann gemerkt mir ist das zu wenig kreativ.

00:04:25: Genau das was du gesagt hast und ich muss irgendwie wieder in die Expression kommen.

00:04:32: Ich meine, ich hatte einige Zeit vorher eine Hans-Ab-Ausstellung im Bonn Besuch.

00:04:36: da gibt es das Hans Abmuseum und die hat mich sehr inspiriert.

00:04:40: Dann ist manchmal eine Idee ein ganz kleiner Leiser Funken und die Frage ist höre ich dahin?

00:04:48: Gebe ich dem nach, gebe ich den Raum.

00:04:49: Ich sage immer baue ich dieser Idee einen Palast oder prätzele ich sie sofort wieder weg?

00:04:55: und es war eben wie würde es aussehen wenn ich eine Skulptur an den Armen bringe damit ich sie immer bei mir habe, damit ich immer diese Botschaft am Arm trage.

00:05:05: Spannend aber wie entscheidest du welche Idee du Raum gibst?

00:05:08: Und welche Idee vielleicht Taktraumerei ist?

00:05:12: Weil das ist ja bei dir in einer krassen beruflichen Veränderung Ist ja dann passiert.

00:05:19: Ich glaube fast, dass wenn eine Idee da ist und sie sich wiederholt meldet bei Frauen – Sie Hand und Fuß haben wird, wenn man sie wachsen lässt!

00:05:35: Also ich hatte nicht die Idee mit dem Fahrrad zum Mond zu fliegen, sondern die Idee, die sich da zeigt, die schon durch so ein Unterbewusstseinsfilter durchgegangen meines Erachtens meist keinen Nonsens und es lohnt sich, bei jeder Idee mal hinzuschauen.

00:05:49: Und andererseits wendern da was ist und ich das sofort wieder überwerfe oder denke, das klappt nicht, das gibt's schon.

00:05:57: Dann mal zu überlegen welche innere Stimme ist da eigentlich aktiv?

00:06:00: Bin das ich?

00:06:00: Ist das mein Erwachsenen-Ich?

00:06:02: Oder sind das Systeme von früher?

00:06:03: Sind das Eltern Ich?

00:06:06: Stimmen vom Vater von der Mutter?

00:06:08: Das kennt man ja!

00:06:09: Und dann mal zu schauen wenn ich das alles frei legen kann... Und meiner ganz stillen Minute oder vielleicht in einer leichten Meditation mir das nochmal angucke, ohne es zu bewerten.

00:06:20: Dann kann ich noch mal schauen.

00:06:22: Denke ich da mal weiter, arbeite ich dann mal weiter

00:06:24: dran.".

00:06:25: Du hast selber gesagt du hattest jetzt nicht die allerbesten Voraussetzungen für eine Taschendesignerin?

00:06:30: Ich glaube, du hast auch in einem Interview erwähnt dass du nicht die begnatetste Zeichnerin bist.

00:06:34: Für Mode hast du dich mäßig interessiert, hast du gerade erwähmt.

00:06:37: Ich nehme einmal an, dass du in der Modebranche auch nicht so vernetzt warst.

00:06:41: Was hat dir den Optimismus gegeben, dass das trotzdem was werden kann?

00:06:44: Genau wie du sagst.

00:06:45: Also bis heute würde ich sagen, kann ich nicht wirklich zeichnen.

00:06:48: Ich habe mir jetzt überlegt ob ich meinen Zeichenkurs besuche.

00:06:52: Jetzt oder so erfolgreich bist!

00:06:54: Ja es würde vielleicht helfen die Dinge noch ein bisschen schneller auf Papier zu bringen, die dann sonst zu lange im Kopf bleiben.

00:07:04: und tatsächlich ist es was dann befähigt, zu machen, ist in meinem Fall ein Stolzismus.

00:07:16: Ich würde es gar nicht Resilienzen nennen sondern ich habe da was das packt mich irgendwas brennt.

00:07:23: da klingt auch so nach Klischee etwas brennend in mir.

00:07:28: aber da ist so einen Urvertrauen oder oder so ein kleiner Kern der sagt so dass das gehe jetzt mal weiter an Und ich habe mich das durchaus in letzter Zeit oft gefragt, wo kommt denn dieser Stolzismus her?

00:07:42: Bei all den Stürmen die ich hatte im der Phase des Aufbaus der Firma.

00:07:46: Warum nicht da nicht aufgegeben hab obwohl ich permanent daran gedacht habe und auch oft noch denke Wo kommt das her?

00:07:53: und ich glaube wenn man kein ganz geradliniges Leben hatte und vielleicht schon Herausforderungen in der Kindheit, dann zu sagen ich möchte vom Leben das Beste rausholen.

00:08:05: Und ich möchte mich nicht brechen lassen und ich möchte dass diese Idee zum Leben erweckt wird.

00:08:12: Diese Resilienz oder diese Widerstandskraft die entwickelt sich Relativ früh, glaube ich.

00:08:18: Aber jetzt nehmen wir uns mal ganz praktisch mit auf die Reise!

00:08:20: Du bist in den Jahren von Jahrzehn bis Jahrzehnte nach Italien gefahren und hast dir mal Produzenten gesucht.

00:08:26: zu deinen Entwürfen?

00:08:27: Wie ist das wenn man als absoluter Newcomer an einer Branche auf italienische Alphamänner trifft?

00:08:33: Das klingt ja sehr schön, wenn du sagst, ich habe mir Produzente gesucht.

00:08:37: War es nicht so?

00:08:40: Nein... Nein, ich hatte das Glück dass die Produzenten die Tür geöffnet haben weil sie nichts zu tun hatten in der Corona-Zeit oder wenig und Sie wollten das Design sehen.

00:08:49: Ich habe ihn vorher den NDA geschickt, sie fanden das Design interessant.

00:08:52: aber dann haben sie gesagt wir wissen nicht wie wir das umsetzen sollen.

00:08:55: es ist so kompliziert das muss von Hand genäht werden.

00:08:58: das heißt ich musste erst mal ganz lange suchen um überhaupt jemand zu finden der gewillt war mit mir daran zu arbeiten.

00:09:07: Das alles ohne jegliche Vorerfahrung, das heißt ich wusste technisch nichts.

00:09:11: Ich konnte überhaupt nicht mitreden und da hatte ich das Glück, redet man von Glück oder redet mal von einem Netzwerk was sich dann energetisch ausbreitet und irgendwann kriegt man immer mehr Empfehlungen dass jemand sagte du musst Luigi kennenlernen der hat die Musse sich mit mir hinzusetzen damals neunundachtzigjährig

00:09:32: Und Luigi war nochmal wer?

00:09:34: Luigi war derjenige, der die Signature-Back oder die erste Kollektion mit mir entwickelt hat.

00:09:40: Und dafür hatte er sich mit mir über ein Jahr lang hingesetzt und wir mussten durchaus viel diskutieren denn auch wenn ich keine Erfahrung hatte wusste ich wie es aussehen soll und er wusste auch wie's aussehen sollen und wir waren darüber nicht immer einer Meinung.

00:09:58: Wenn wir jetzt mal ein Stückchen weiterspringen, hast du von Anfang an eine Idee gehabt wo du mit diesem Label hin möchtest oder hat sich das so nach und nach entwickelt?

00:10:09: Was ich wusste ist dass die Produktion relativ teuer wird weil es relativ zu Anfang schon klar wurde dass die Signature Backhand genäht werden muss.

00:10:17: Das heißt der Luxuspreisbereich war definiert was im Aufbau einer Marke eigentlich nicht förderlich.

00:10:27: Es ist einfacher im Contemporary-Preissegment zwischen vierhundert sechs und sechshundert, sage ich mal eine Marke zu etablieren.

00:10:35: Und deine Tasche liegt drüber?

00:10:36: Genau

00:10:37: ja!

00:10:38: Und dann ist man in einem Fahrwasser mit den ganz etablierten Luxusmarken die Millionen in ihre Sichtbarkeit, in ihre Legacy, in ihr Erbe bereits investiert haben und die natürlich das erfüllen was vielen Luxuskäufern wichtig ist nämlich dass man zeigen kann zur welcher Gruppe man gehört Und eine unbekannte Marke im gleichen Preisbereich hat es dann erst mal schwer.

00:11:03: Aber anscheinend ist es nicht so schwer gewesen rückblickend, weil es ist ja richtig gut bei dir gelaufen und irgendwann einmal kam die Serie Emily in Paris auf dich zu.

00:11:12: wie ist das passiert?

00:11:13: Wie kriegt man eine Tasche in einer der erfolgreichsten Serien bei Netflix?

00:11:20: Weil ich glaube für alle Hörer, die vielleicht in irgendeiner Höhle gelebt haben Dieses Jahr gehört zu den erfolgreichsten Produktionen, ist ständig in den Top Ten bei Netflix.

00:11:32: Und die letzte Staffel zum Beispiel war in vierundzwanzig Ländern auf Platz eins.

00:11:37: das heißt dass es eine riesige Nummer in so einer Serie zu kommen und nicht in irgendeine deutschsprachige Serie.

00:11:43: also das muss man hier nochmal einordnen.

00:11:45: für alle Leute die das vielleicht nicht wissen aber wie hast du das hingekriegt?

00:11:48: War das Glück oder war das?

00:11:50: wobei ich nicht an Glück in so einem Fall glaube.

00:11:53: aber wie ist das passiert?

00:11:55: Spannender Punkt.

00:11:56: Ich bin nämlich auch nicht diejenige, die von Glück redet.

00:11:59: Glück ist meistens ganz viel harte Arbeit im Hintergrund.

00:12:02: was nach Glück aussieht?

00:12:03: Ganz genau!

00:12:06: Ich bin angesprochen worden oder ich bin... Sie haben mich über Instagram entdeckt.

00:12:10: Das heißt das Costume Department, ganz wunderbare Menschen suchen nach neuen tollen Marken.

00:12:19: Und Emily in Paris, wer's gesehen hat weiß es steht die Mode dort ist sehr exaltiert.

00:12:25: Sehr besonders, sehr farbenfroh oder ausdrucksstark und sie suchen immer wieder spannende neue Brands und unterstützen diese Brands dann indem Sie sie organisch platzieren was extrem außergewöhnlich ist.

00:12:39: Organisch heißt in diesem Fall unbezahlt?

00:12:41: Un bezahlt!

00:12:43: Dementsprechend weiß ich noch dass ich völlig ausgeflippt bin vor Freude.

00:12:48: Bitte beschreib mal ganz kurz den Moment, wo du von dieser Kooperation erfahren hast.

00:12:51: Also es ist so... Du schickst erst einmal ein Lookbook hin und dann bekommst du die Antwort welche Styles oder welche Taschen sie gerne vor Ort haben möchten?

00:13:00: Also zuerst kommt eine Anfrage.

00:13:03: Hallo, wir sind von Emily Imperius oder eine Netflix-Adresse, schreibt an einem und

00:13:07: kommt eine E-Mail mit dem Betreff großes e kleines i großes p. Dann war es glaube ich Season vier, also EEP.

00:13:16: Und dann denkt man schon ist das jetzt Spam?

00:13:20: Oder es landet im Spam.

00:13:22: Hätte passieren können!

00:13:25: Genau.

00:13:25: und dann schickt man die Taschen hin und dann weiß sich erstmal eine ganze Zeit lang nichts weil.

00:13:32: dann ist die Fitting-Periode da werden die Styles zusammengestellt für die einzelnen Schauspielerinnen Und irgendwann, wenn ich unruhig geworden bin, habe ich ganz vorsichtig mal angeklopft und hab eine WhatsApp geschrieben.

00:13:46: Ob es schon irgendwas gibt?

00:13:48: Ich erinnere mich, dass ich dann telefoniert habe mit dem ersten Assistenten von der wichtigen Marillin Fitoussi.

00:13:57: Er sagte also, eine Tasche ist schon geschultet worden!

00:14:01: Und da wusste ich okay jetzt bin ich schon einmal safe, eine Tasche ist drin Und eine Woche später bekam ich den Anruf, noch eine zweite und noch eine dritte ist geschultet worden.

00:14:09: Da war ich gerade in Düsseldorf am Bahnhof und musste mich erst mal hinsetzen.

00:14:13: Ich dachte das kann ja nicht wahr sein!

00:14:15: Und stimmt es dass du wie die Folgen dann auf Netflix zu sehen waren, dass du es am Anfang gar nicht geschafft hast dir das anzugucken?

00:14:22: Ja genau nicht!

00:14:26: Das ist wahrscheinlich werde ich mir diesen Podcast hier auch nicht direkt anhören.

00:14:31: Schade!

00:14:34: Also alle anderen gerne, aber das macht mich nervös.

00:14:39: Sie haben wirklich dann einige geguckt und ich wusste in welcher Folge es ist.

00:14:46: bei der Tasche die Lily Collins trug habe ich vorgespult bis zu der Szene und hab mir die Hände halb vor's Gesicht gehalten.

00:14:53: Da ist doch schon die ganze Arbeit passiert.

00:14:56: also dass man weil du musstest ja auch jetzt nicht in der Serie irgendwie auftreten oder dich selbst beurteilen oder so sondern nur dieses Produkt?

00:15:02: Das stimmt!

00:15:04: An dem Punkt so entscheidend ist die Tasche gut zu sehen.

00:15:07: Da es waren ja drei Taschen in der Staffel und zum Beispiel eine war ganz lange on camera, aber gar nicht gut zu sein.

00:15:14: Also das ist immer die Frage wo sieht man die Taschen?

00:15:18: Und in dem Fall hatte Liliane einen wunderschönen Mut halb vor der Tasche und ich dachte mir Mensch, das wäre schöner gewesen wenn der Hut nicht da gewesen wäre, aber so ist es!

00:15:28: Das Interessante ist sowieso was man danach daraus macht.

00:15:33: Also sprich die ganze Presse ist das relevante, viel relevanter als die Ausstrahlung selbst oder die Accounts, die sich mit den Outfits beschäftigen.

00:15:42: Mit denen hatte ich vorher Kontakt aufgenommen und hat ihnen gesagt, dass es die und die Tasche, die ihr da sehen werdet.

00:15:49: Und dann kam eben ... Es wurde ja in zwei Tronchen ausgestrahlt und dann kamen die andere, meine Signature Back the Hole an Mindi.

00:16:00: Ich kenne die Outfits, ich bin eine von den Binschwatchern.

00:16:04: Sehr schön!

00:16:05: Das

00:16:05: ist mein guilty pleasure.

00:16:08: Aber sag mal warst du auf alles vorbereitet?

00:16:11: War es dann danach kam?

00:16:13: Also weil es ist ja wahrscheinlich... Du hast auch gesagt, du hast Kontakt aufgenommen mit auch gewissen Influenzen, die über dieses Styles berichten.

00:16:20: Die Serie ist ja oft für alle, die da draußen vielleicht wirklich dieses Jahr noch nicht gesehen haben.

00:16:25: Dieses Style sind ja heutzutage so relevant wie damals auch das Style von Sex in the City.

00:16:30: also das ist wirklich ein großes Ding auch gerade für millennials aber hast du dich in einer gewissen Art und Weise darauf vorbereiten müssen dass man die Produktion hoch fährt oder sich mit gewissen Dingen vorbereitet.

00:16:43: was hast du da alles machen müssen?

00:16:45: Ja ich war... Ich wusste relativ lange.

00:16:50: Ich sage mal, ein paar Monate vorher wussten wir Bescheid.

00:16:53: Ja!

00:16:54: Ich hatte keine Produktion.

00:16:56: Ich hatte mein Lager...

00:16:58: Du hattest nur Prototypen?

00:17:00: Ich hatte ein kleines Lager als die Serie rauskam.

00:17:03: Was

00:17:03: ist dein kleines lager?

00:17:05: Ich darf keine Zahlen nennen aber ich hatte nicht... Ich hatte Taschen.

00:17:08: Aber ich hatte nichts so viele wie gebraucht hätte.

00:17:11: Also wir reden unter einer dreistelligen Zahl?

00:17:13: Ja

00:17:14: Okay Jetzt werde ich nervös.

00:17:19: Ich war sehr nervös.

00:17:21: Es ist so gewesen, dass ich meine Produktion verloren hatte als ich wusste, ich bin in der Staffel drin und habe dann – und in der Kürze der Zeit eine neue Produktion aufzusetzen die dann die Taschen erst mal entwickeln müssen.

00:17:35: Und meine Taschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie wirklich ein Albtraum sind für die Produzenten von der Komplexität.

00:17:43: Das war eigentlich gleich.

00:17:44: Schaff das nicht!

00:17:46: Und das ist natürlich der Supergau.

00:17:48: Wie viele schlaflose Nächte hattest du?

00:17:51: Ich bin Gott sei Dank mit einem guten Schlaf gesehen.

00:17:53: Das hilft, das hilft!

00:17:55: Aber die Phase vor dem Einschlafen war immer nicht so angenehm und ich habe oft für mich den Satz genutzt – das mache auch heute teilweise noch – also jetzt gebe ich auf.

00:18:06: Also jetzt kann ich nicht mehr.

00:18:07: Jetzt weiß ich nie mehr was ich machen soll.

00:18:08: Dann schlafe ich und das hilft immer.

00:18:13: So wie bei der Schneekugel, dann kann sich der Schnee so ein bisschen absetzen und am nächsten Morgen hat man wieder Energie.

00:18:17: Und versuchts weiter!

00:18:19: De facto habe ich es nicht geschafft bis zur Ausstrahlung einen Lager zu haben mit mehr Taschen oder den Taschen wo ich dachte das wäre eine angemassene Anzahl.

00:18:30: Das heißt ist gab Pre-Orders und Pre-Oders sind natürlich immer.

00:18:36: das erfordert Mut auch vom Kunden bei einer kleinen unbekannten Marke durchaus deutliche Summe in die Hand zu nehmen und dann zu sagen, jetzt warte ich darauf auch noch vier Monate.

00:18:48: Aber ist nicht das etwas was mittlerweile sehr gut für Marketing funktioniert oder dass die Begehrlichkeiten noch besser geweckt werden?

00:18:57: In einer Zeit wo alles so schnell verfügbar ist also macht es nicht die Tasche vielleicht sogar noch interessanter?

00:19:03: In der man gewöhnt ist, wenn man bei Amazon bestellt die Sachen am nächsten Tag da sind, ist die Geduld eher gering Und meines Erachtens klappt das für Marken wie Hermes, für unbekannte Marken eigentlich nicht.

00:19:19: Jetzt muss ich sagen, ich habe trotzdem eine ganze Zeit lang die Stellen jetzt gerade erst auf Lagerware um, auf Pre-Order produziert.

00:19:30: Das ist nachhaltig, dass es für eine kleine Firma einfach auch sicherer und das hat sehr gut funktioniert.

00:19:38: Eventswert ist sicherlich ... Emily in Paris war ein schöner Verkaufserfolg.

00:19:42: Wir waren danach ausverkauft, aber was ... Dadurch dass da so viele Marken sind?

00:19:46: Dass das eine Szene in einer Serie ist, was einen größeren Verkauferfolg ist wenn es zum Beispiel einen guten Fernsehdreh gibt der sich nur mit der Marke beschäftigt

00:19:57: oder einen guten Podcast

00:19:58: Oder einen sehr guten Podcast.

00:20:01: Sag mal wir haben im Vorgespräch gesagt gar nicht nur über die Erfolgsstory von deinem Leben sprechen, sondern auch ganz offen darüber reden.

00:20:10: Dass nicht alles so rosig ist wie es scheint.

00:20:12: Das hast du auch un längst ganz offen auf LinkedIn gepostet was mich total gewundert hat dass man sich das als Leben traut.

00:20:20: Führe uns mal durch durch welche Täler der Trainenduchung gegangen bist

00:20:24: Und es gibt sehr viel mehr Taylor der Tränen als Erfolge.

00:20:27: Aber das, was man im Außen sieht sind die Erfolgen und das ist das, dass auch gut für die Marke ist.

00:20:32: Also ich weiß, dass Marketing um die Marcke funktioniert.

00:20:37: Die Wahrheit ist ganz oft eine andere.

00:20:40: Also Taylor Der Träne hätte ich gewusst, was es heißt zu produzieren?

00:20:46: Und auch noch meine Taschen, die natürlich dadurch schön aussehen aber eben sehr komplex sind.

00:20:57: Und dann geht es noch darum, man nimmt nur kleine Volumen ab wenn man wenn man Material bestellt.

00:21:02: Man ist ja keine große Firma.

00:21:03: wie überzeuge ich also den den Hersteller?

00:21:07: Ich möchte den allerbesten Herstellern möchte aber von ihm gar nicht so viel haben bin also relativ uninteressant für ihn.

00:21:13: das ist ein Thema.

00:21:14: ich bin aus der Produktion von einem Tag auf den anderen rausgeschmissen worden.

00:21:18: warum eigentlich?

00:21:21: Naja, da gab's eine Einladung zum Abendessen die ich ausgeschlagen habe.

00:21:26: Der Klassiker vielleicht und ich hatte ne große Bestellung für Joyce Hong Kong das ist so das Harrods von Hongkong kann man sagen.

00:21:36: Und ich wusste Ich muss liefern und war raus.

00:21:40: Dann bekam ich das Material auch nicht wieder und es war zu der Zeit eigentlich immer ich alleine.

00:21:45: Ich dachte, was mache ich jetzt?

00:21:47: Also zum Schluss musste ich dann drohen mit Polizei.

00:21:49: Es gab Gerichtsverfahren und so weiter.

00:21:51: Ich muss aber vor allem sicherstellen, dass die Produktion geliefert

00:21:53: wird.".

00:21:56: Und am Ende, wenn alles klappt ist es wunderbar.

00:21:59: dazwischen lag das ich in meinem Auto saß bin an wöchentlich nach Florenz gefahren und dachte, ich steige nicht mehr aus.

00:22:08: Was hilft denn solche Momenten dran zu bleiben oder aus dem Auto auszusteigen?

00:22:14: In dem moment ist es glaube ich wirklich dieser Stoizismus, eine gewisse Sturheit.

00:22:20: Ein gewisses vielleicht gar nicht mal so erwachsenes Ich was dann denkt?

00:22:25: ne Freunde ich lass mich jetzt ich dann das ist fast ein bisschen nichts will ich ja nicht mit der Hand auf den Tisch hauen

00:22:31: aber zu sagen

00:22:32: ihr oder die Umstände kriegen mich nicht klein ich reiß mir hier denn auf und arbeite und tue und Das kann Jetzt Nicht wahr sein Und das treibt mich an.

00:22:44: Was mich nicht antreibt, ist irgendein negativer Self-Talk.

00:22:48: Das mache ich nicht, sondern ich sage eher... ...das Team jetzt durch.

00:22:52: Ich und mein inneres Team.

00:22:53: Wir ziehen es jetzt durch!

00:22:58: Dann sag' ich auch Hinfallen.

00:23:00: Nicht sofort wieder aufstehenden Krönchen richten.

00:23:02: Man darf auch mal hinfallen einfach liegen bleiben?

00:23:04: Aber

00:23:04: wie lange?

00:23:04: Das ist immer so.

00:23:05: die Frage.

00:23:07: Wer definiert das?

00:23:09: Jeder solange

00:23:09: erbraucht?!

00:23:10: Es bringt ja nichts, wenn du auf einen Muskelfaserriss hin weiter trainierst.

00:23:15: Und bei mir dauert es nicht so lange wie ich manchmal denke dass das dauert.

00:23:22: aber und das ist vielleicht ein wichtiger Punkt Ich erlaube dem Ganzen auseinander zu fallen.

00:23:31: Dann habe ich gemerkt es hilft unglaublich mit jemandem zu reden und alles so schwarz zu malen wie es nur irgendwie geht.

00:23:37: und die andere Person muss es bitte auch vollkommen ernst nehmen Und nicht sagen, ja, morgen geht's wieder.

00:23:41: Ich kenne dich doch.

00:23:42: Morgens machst du nie wieder weiter.

00:23:43: Aber das ist das was man meistens hört?

00:23:45: Ja ich hab da so zwei drei Personen ein bisschen gebrieft.

00:23:49: Okay.

00:23:50: Dass ich gesagt habe bitte nimm das jetzt ernst wenn ich dir sage ich möchte nicht mehr.

00:23:54: Ich möchte aufhören es macht keinen Spaß!

00:23:57: Ich habe zu viele Ängste, ich habe zu viel Druck.

00:24:00: ich gehe jetzt irgendwie in irgendeine Festanstellung.

00:24:04: Ja, das sind immer so die Gedanken, die dann kommen.

00:24:06: Wenn es mal schwierig ist als selbstständige Person... Also auch ich kenne das, dass jemand denkt, pfft!

00:24:11: Ich kann in Anstellung eigentlich wieder alles... Ist doch vielleicht auch alles wieder easy?

00:24:15: Und das ist natürlich auch ein naiveren Gedanke.

00:24:17: Ja, weil es dir

00:24:17: angestellt sein... Also für mich... Eigentlich fühlt sich für mich überhaupt nicht mehr so sicher an wie früher.

00:24:22: Nein.

00:24:23: Aber sag mal hast du... Sind das Bearingspartner aus deinem privaten Umfeld mit dem du wirklich drauf gepreift hast?

00:24:30: Wenn ich Real Talk brauche, dann bitte Ja, nehm das ernst.

00:24:34: Und ich mach die meisten Dinge mit mir selber aus.

00:24:36: ob das gut oder schlecht ist lasse ich da hingestellt.

00:24:38: aber ich bin niemand der gerne nach Hilfe fragt und Ich kann mich auch aus den meisten Dingen alleine rauskämpfen.

00:24:46: Aber die würde sagen es in Moment drei Personen die wissen Wenn ich das sage dann ist es so und In wie schon ich glaube kleist in der Verfertigung der Gedanken beim Reden.

00:24:59: wenn ich mich also selber höre.

00:25:01: Ich sage immer, ich bin auch ein Freund davon durchaus mal laut mit mir selber zu reden wenn ich alleine bin weil die Gedanken stellen sich dann außen an im Kopf.

00:25:11: Ja lustig!

00:25:11: Ich mach das auch manchmal.

00:25:13: Im Kopf ist alles K aus.

00:25:15: Wenn ich es ausspreche kommt's außen am mein Ohr

00:25:18: oder aufschreiben

00:25:19: oder auf schreiben

00:25:20: Gedanken sortieren ja genau ahja okay.

00:25:23: und indem ich sehe oh das ist das und das und dass gibt's fast wie so einen anderen Anteil in mir, der sagt ja aber da ist doch noch das.

00:25:32: Haben wir doch hier schon geschafft?

00:25:33: Das ist doch gut.

00:25:34: Okay, da könnte es jetzt ein Lösungsansatz geben.

00:25:37: D.h.,

00:25:37: ich therapiere mich über das Aussprechen dann schon stückweit selbst und finde wieder Ansätze.

00:25:45: Und was mir sehr hilft, ist die Ausbildung in Improvisationen... In der Schauspiel-Ausbildung haben wir sehr viel Improvision gelernt.

00:25:54: Und es ist nimm das, was da ist!

00:25:56: Also es gab eine Übung.

00:25:57: Zieh was aus der Kiste Die Kiste gab es nicht und es gab auch nichts in der Kiste.

00:26:01: Und dann ging es vor allem darum den Geist leer zu machen, um zu sagen im Buch Autofeuervolke nicht nachdenken.

00:26:09: Und dieses Nicht-Nachdenken sondern einfach mal schauen was bietet sich an

00:26:14: hilft

00:26:14: sehr Lösungen zu finden.

00:26:18: Es ist super

00:26:19: spannend, weil ich habe eine Freundin die macht auch Improftheater und redet mir immer wieder dass das eine Superübung ist wie so Coaching.

00:26:25: Und jetzt bestätigst du das auch nochmal also hört sich total spannend an.

00:26:30: Sag mal hat das auch was mit diesem Thema?

00:26:32: wir wollten auch über Selbstliebe reden?

00:26:34: Weil selbst Liebe is ein Thema das auf deinen Taschen vorkommt.

00:26:38: Du hast da... Wie kann man das nennen?

00:26:40: Ein Metallverschluss wo noch einmal drauf steht Love Yourself

00:26:45: Und zwar, die Griffe werden von seinem Metallblöckchen gehalten und dort ist eingraviert auf einem You Deserve Love.

00:26:55: Nichts gegen ein gutes Klischee sage ich immer.

00:26:57: Ja es klingt ein bisschen klischeehaft aber du meinst ja gar nicht diese Valentinstags-Liebe und Du you deserve this back und diese Liebe sondern einfach liebe dich selbst.

00:27:07: meinst du damit?

00:27:08: Richtig!

00:27:09: Warum ist dir das so wichtig dass das auf diesen Taschen verewigt ist?

00:27:13: Weil wir das im Laufe des Tages wirklich... so oft vergessen, wenn man mal sich selber immer wieder überprüft wie man mit sich selbst

00:27:22: spricht.

00:27:23: Besonders aus Frau?

00:27:23: –

00:27:24: Besonders als Frau!

00:27:26: Manchmal ein bisschen ungnädig zu sie selbst

00:27:28: also bis bis hin zu boshaft.

00:27:33: du würdest doch nie mit deiner Freundin besten Freundin so sprechen wie du mit dir selber sprichst.

00:27:38: bist für eine Idiote.

00:27:38: was hast ihr hier schon gemacht.

00:27:39: wie siehst du heute schon wieder aus?

00:27:41: guckt ich glaube

00:27:42: Die anderen machen es alle besser.

00:27:43: Ja sowieso.

00:27:45: Im Business das kann ich nicht, das kann mich nicht.

00:27:47: Es ist furchtbar und dahingehend habe ich mich ein ganzes Stück weit diszipliniert und das ist ein hartes Stück Arbeit.

00:27:54: Ich weiß woher dieser innere Kritiker oder diese herrische Stimme kommt.

00:27:58: Bei mir kann ich das sehr klar abgrenzen Und die Heilungsreise hat dazu geführt zu sagen Das mache ich nicht mehr!

00:28:06: Ich rede mit mir so wie ich Mit einer Freundin rede Das Empowernde und dabei geht es ja nicht darum sich über den Klee zu loben, unrealistisch zu sein aber einfach mal die Spitzen wegzuschneiden.

00:28:22: Und sich selber ein verlässlicher Partner in konstanter Zuwendung zu sein.

00:28:27: so wie man auch hier wieder dem Mann dem Freund der Freundin ist man doch ein konstanter zugewandter Partner auch realistisch, auch mit einem guten Feedback.

00:28:40: Aber meistens versucht man doch positiv zu unterstützen und diese Tasche ist ein Reminder.

00:28:46: jetzt hat die Tasche ja noch eine gefaltete Form und sie steht für Unfolding Your True Self.

00:28:52: also das gehört auch noch dazu zu sagen wer bin ich als was möchte ich gesehen werden wie möchte ich wahrgenommen werden?

00:28:59: Und dazu gehört eben den Mut zu haben sich zu zeigen und ich zeige mich vor allem dann wenn ich an mich selber glaube und gut mit mir bin.

00:29:09: Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

00:29:11: Glaubst du, dass Selbstliebe auch wichtig ist für die berufliche Veränderung?

00:29:18: Ein gewisses Maß an Selbstlieber, das sich sagt Ich kann das aber ich kann auch das.

00:29:22: Ich kann mich jetzt nochmal verändern egal wie alt ich bin.

00:29:25: Definitiv!

00:29:26: Ich bin es wert meinen Wünschen oder Ideen mal Raum zu geben.

00:29:33: dem muss ich mich erst einmal wert genug fühlen.

00:29:37: Und ich erlebe auch im Netzwerk oder im Bekanntenkreis Frauen, wo ich so eine Limitierung spüre.

00:29:45: Die ihr Potenziales geht ja nicht darum dass sich alles immer ganz hedonistisch auslebe aber das allein wie sie sprechen oder da ist da so ne Eingrenzung.

00:29:57: Dass die sich selbst limitieren?

00:29:58: Genau!

00:30:00: Ist es auch der Grund weil das ist ja auch ganz wichtig Und selber nicht limitieren, was das Alter betrifft.

00:30:06: Du sagst da selbst du warst vierzig wie du noch mal etwas Neues gestartet hast und du möchtest auch gar nicht dass wir zu sehr in diesen Alterschubladen denken.

00:30:13: Warum ist der so wichtig?

00:30:14: Oder war vierzig für dich das richtige Alter?

00:30:17: hätte es später passieren können?

00:30:19: Naja alter können wir ja schonmal nicht aufhalten!

00:30:22: Wir können uns glücklich schätzen wenn wir älter werden Aber

00:30:24: wir können irgendwann sagen jetzt bin ich zu alt dafür.

00:30:27: Das ist ein Glaubenssatz den viele haben

00:30:31: Ja Ähm, ich kann jetzt nicht mehr Bolshoi Ballett-Tänzerin werden.

00:30:35: Schade

00:30:35: eigentlich!

00:30:37: Also wenn ich es jemandem zutrauen würde dann dir...

00:30:42: Aber ich kann immer noch sagen ach ich nehme mal Ballettunterricht

00:30:46: so oder ich managere das Bolshoia Ballett

00:30:48: oder ich super und genau da geht's doch drum.

00:30:52: Da ist eine Idee, sagen wir mal bei dem Bild bleiben.

00:30:56: Ich kann mich ja aber in die Nähe dessen bringen.

00:30:59: Ich kann mit dem Thema umgeben Und dem kann ich doch erst mal Raum geben, wenn ich also nicht die Tanz-Fähigkeiten habe.

00:31:05: Aber hab' ich aber die Management Skills und Manage ist

00:31:08: dann.".

00:31:11: Und wie gesagt wir werden alle älter.

00:31:14: Finden wir gut, finden wir nicht gut, können man nicht verhindern?

00:31:18: Wir können dankbar sein, wenn wir Älter werden!

00:31:20: Nicht alle werden das... Das lässt sich noch nicht aufhalten.

00:31:24: Ich glaube schon dass es dieses Unfolding wer bin ich Ab einem gewissen Alter erst los geht oft.

00:31:34: Also es gibt Lebensbrüche, es gibt Trennungen, Scheidungen, Tod von geliebten Menschen.

00:31:40: das führt zu Brüchen und zum Neu-Denken.

00:31:42: Das führt zum Neubewerten manchmal auch okay wie viele Jahre habe ich denn noch?

00:31:48: Ja absolut was

00:31:49: will ich den Jahren geben?

00:31:52: Ist noch mal eine andere Power da?

00:31:54: Das erlebe ich schon bei Gründerinnen, die vielleicht jetzt nicht in den Zwanzigern sind.

00:31:59: Dass sie sagen, ich weiß jetzt was ich will und ich gehe den Weg.

00:32:02: Daneben fände es schön wenn wir gar nicht über Alter sprechen müssten.

00:32:06: Das ist so ein bisschen das Ziel dieses Podcasts.

00:32:08: Dass es irgendwann völlig egal ist wie alt du bist.

00:32:11: Wir sehen doch nicht da.

00:32:12: deswegen glaube ich braucht sich diesen Podcast noch.

00:32:14: aber das war so ein großes Ziel dass es einfach überhaupt kein Thema mehr ist.

00:32:17: ja

00:32:18: Das wäre so ein ganz großer Wunsch, dass auch irgendwann Arbeitgeber sich nicht mehr dafür interessieren wie alt jemand ist.

00:32:25: Insbesondere eben auch Frauen und dass man selbst diese Glaubenssätze nicht mehr hat.

00:32:29: ich bin jetzt zu alt um das oder jenes zu machen.

00:32:33: Wir sind jetzt schon eigentlich fast am Ende von dieser Folge.

00:32:35: aber Ich frage am Schluss immer so ein bisschen so Reality Check Damit jetzt nicht nur so Inspiration, es wird nicht jeder da rausgehen und eine Tasche entwerfen sowie du.

00:32:46: Aber dass wir sowas mitnehmen können für uns.

00:32:48: Und bei dir würde ich wahnsinnig gerne wissen wie man etwas von null startet ohne das es einen völlig überwältigt?

00:32:57: Also was hat die da geholfen?

00:32:59: weil manchmal ist eine Idee so groß, dass du gar nicht weißt wo du anfangen kannst.

00:33:04: Ich würde gerne Momo zitieren oder das Buch

00:33:08: Momo für Michael Ende,

00:33:10: der

00:33:10: Klassiker.

00:33:11: Auch die unendliche Geschichte sind Bücher, die mir beide schon sehr durch schwere Zeiten geholfen haben, die ich durchaus regelmäßig lese.

00:33:18: Also

00:33:18: man muss nicht nur Selbsthilfebücher lesen – man kann auch Momo lesen!

00:33:23: Da ist Beppo der Straßenkehrer Und der muss ganz viel kehren und er guckt immer nur vor sich auf die Straße.

00:33:29: Und irgendwann kommen die grauen Herren und sagen, du musst schneller werden?

00:33:32: Und er fängt an zu sehen wie lang die Straße ist und wird ganz nervös und dreht halt ein bisschen durch weil er nicht mehr den Fokus hält auf das was jetzt ist!

00:33:43: Und er hatte vorher eine glückliche Zeit.

00:33:46: also so gut wie möglich.

00:33:47: ihm hier und jetzt zu sein klingt auch erst mal wie ein Klischee, aber zu sagen ich kann das alles nicht erfassen.

00:33:54: Und wenn ich jetzt zurückblicke sechs Jahre da wusste ich nicht ansatzweise dass was ich jetzt weiß und ich habe viel Geld in Erfahrung gesteckt sage ich immer freundlich Ich will es gar nicht Fehler nennen Aber viele Umwege bin ich gegangen.

00:34:10: Snaby sagt ja auch jetzt sagt er auch nicht hast dich verfahren sondern redirection Stimmt.

00:34:16: Ja, das ist nicht von mir.

00:34:18: Das habe ich auf Instagram am letzten Mal gesehen.

00:34:19: Ah, hab

00:34:20: ich noch nie über nachgedacht?

00:34:20: Stimmt!

00:34:21: Google Maps sagt immer eine Redirect, sagen wir nicht... Ich wollte aber bis jetzt schon wieder hingefahren.

00:34:25: Ich rede wirklich nicht gerne darüber welche Fehler ich gemacht habe sondern dass sind alles Dinge die aufeinander aufbauen und eben gucken darin zu bleiben.

00:34:35: was kann ich jetzt gerade bewegen was kann vielleicht diesen Monat aber ich muss nicht wissen was in zwei Jahren ist.

00:34:41: und dann baue ich die Idee einfach mal Stück für Stück Auf die Ringe im Baum, immer ein mehr.

00:34:47: Und dann werde ich selber und Frauen sind meines Erachtens so Ich weiß irgendwann ob es Sinn macht oder nicht Ob ich's denn lassen sollte oder nicht Und dem darf ich mal vertrauen.

00:34:57: und dann geht das wieder um Selbstliebe und um Selbstvertrauen Christina,

00:35:02: also ich meine ein besseres Schluss als das Buch Momo zu empfehlen statt irgendeiner Ratgeber für Geschäftsaufborder so finde ich super.

00:35:11: Ich danke dir für dieses Gespräch!

00:35:12: Also ich habe da jetzt ganz viel mitgenommen und werde auf jeden Fall mal wieder mein altes Buch auspacken.

00:35:17: Danke liebe Julia hat viel Spaß gemacht.

00:35:19: Danke mir

00:35:51: auch!

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