Folge 8: Susanne Liedtke - Vom Google-Job zum „kleinen Google“ für die Wechseljahre
Shownotes
Mit 45 Jahren bei Google anfangen und mit 49 Jahren kündigen, um ein eigenes Unternehmen zu gründen? Genau das hat Susanne Liedtke gemacht.
Heute ist sie Gründerin und CEO von Nobodytoldme, einer Plattform rund um die Wechseljahre. Etwas, das ihr in ihrer Konzern-Karriere so vermutlich niemand zugetraut hätte. Ihre Karriere zeigt, dass ein beruflicher Neustart in der Lebensmitte nicht nur möglich ist, sondern völlig neue Wege eröffnen kann.
Dabei begann Susannes Karriere mit einem vermeintlichen Karriereknick: Mit 23 wurde sie zum ersten Mal Mutter. Damals war sie noch an der Uni und hatte eine Doktorandenstelle als Ökotrophologin. Von da an dachte sie ihre Karriere vor allem in Machbarkeiten. Als ihre Familie für den Job ihres Mannes nach Palo Alto zog, wurde sie zunächst zur „Soccer Mom“, suchte aber bald wieder nach einer beruflichen Herausforderung.
Dreimal bewarb sie sich bei Google. Erst nach dem Rückzug nach Deutschland klappte es 2015 mit dem Job in Hamburg. Susanne war damals 45 Jahre alt. Das Alter war für sie selbst kein Thema – auch wenn ein Freund erstaunt war, dass sie es als „ältere Bewerberin“ geschafft hatte.
Mit 49 wurde der Wunsch nach einem eigenen Unternehmen schließlich stärker. Sie kündigte bei Google und gründete Nobodytoldme. Heute, sieben Jahre später, erzählt sie, was sie aus ihrer Zeit bei Google für ihr eigenes Unternehmen gelernt hat, warum Nobodytoldme für sie das „kleine Google“ ist, was „Ramen Profitability“ bedeutet und warum es gerade für ein kleines Unternehmen ein Erfolg ist, überhaupt noch am Markt zu sein.
In dieser Folge sprechen wir darüber:
- warum ein Karriereknick mit 23 nicht das Ende einer Karriere bedeuten muss
- wie frühe Mutterschaft ihren Karriereweg geprägt hat
- warum Susanne in den USA zunächst zur „Soccer Mom“ wurde
- wie sie nach mehreren Anläufen mit 45 bei Google landete
- was große Konzerne für die Wertschätzung ihrer „Best and Brightest“ tun
- warum sie mit 49 bei Google wieder raus wollte und warum das ein guter Zeitpunkt für die Gründung war
- welche Abstriche sie im Leben mit 49 für die Gründung gemacht hat ob man Unternehmertum lernen kann
- warum Susanne mit dem typischen Mindset der Start-up-Welt und von Business Angels wenig anfangen kann
- was „Ramen Profitability“ bedeutet und warum die Existenz eines Unternehmens bereits ein Erfolg sein kann
- warum sie unbedingt zum Thema Wechseljahre gründen wollte
- warum Marke als Unternehmenswert noch immer unterschätzt wird
- und warum eine Mitgründerin ein großer Vorteil sein kann
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Mehr zu Nobodytoldme findest du hier
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Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:20: Hallo und herzlich willkommen.
00:00:21: Wir sind bei Why Don't You, der Podcast für die berufliche Veränderung in der Mitte des Lebens.
00:00:26: Mein heutiger Gast ist Diplomökotrophologin.
00:00:30: Sie hat als Produktmanagerin und als Digitalexpertin gearbeitet.
00:00:35: Sie hat digitale Markenstrategien für Unternehmen wie Otto oder Bombri aufgebaut, mit forty-fünf ist sie zu Google gegangen, mit neunundvierzig hat sie diesen Job an den Nagel gehängt und gesagt ich mache jetzt was Eigenes!
00:00:46: Und sie wollte mehr zum Thema Wechsellehre aufklären.
00:00:49: heute hat ihre eigene Plattform die heißt Nobody Told Me und dort ist sie CMO.
00:00:53: aber das ist nicht Chief Marketing Officer sondern Chief Menopause Officer.
00:00:58: Herzlich willkommen zu Sahne Liedke.
00:00:59: Hab ich alles richtig gesagt?
00:01:01: Mega, danke für die Einladung Julia!
00:01:04: Du hast so eine krasse Wieter.
00:01:05: deswegen hatte ich Angst ob ich eigentlich alles richtig erwähnt habe.
00:01:10: Da sprechen wir auch gleich drüber.
00:01:11: aber am Anfang stelle ich jeder meiner Gästinnen die gleiche Frage was kannst du heute beruflich besser als mit Reißig?
00:01:19: Ich hab natürlich wahnsinnige Erfahrungen das heißt ich habe diese Zehntausend Stundenregel.
00:01:23: ich habe Dinge schon so oft gemacht dass man intuitiv Dinge richtig macht.
00:01:29: Das heißt, was kann ich heute besser?
00:01:30: Ich bin da entspannter.
00:01:32: Ich glaube, ich bin einfach entspannt durch die Lebenserfahrung, die ich habe.
00:01:35: Das kann ich Heute besser.
00:01:37: Nutzt das in heiklern beruflichen Situationen, die es entspannt hat?
00:01:42: Auf jeden Fall!
00:01:43: Also abgesehen davon... Ich bin jetzt nicht so per se der entspannte Typ.
00:01:46: Also ich hab immer eine gewisse Grundaufgeregtheit.
00:01:49: Die ist für mich auch gut weil sie bringt mich eher zu einer Höchstleistung als wenn ich zu entspannt wäre.
00:01:54: aber ich lasse mich jetzt nicht mehr so schnell aus der Ruhe bringen, ich lasse mich nicht mehr so schnell irritieren.
00:02:01: Wenn ich ein Learning für mich hätte an mein jungeres Ich dann wäre das in der Tat, lass dir nichts einreden von außen.
00:02:09: Also folg mal dem was in dir drin steckt und was du eigentlich glaubst was richtig für dich ist.
00:02:14: Das ist schon alles gut und richtig!
00:02:16: Ich habe mich zu sehr vom Außen leiten lassen.
00:02:18: in jüngeren Jahren
00:02:22: Wir wollen so ein bisschen bei deinen Anfängern starten.
00:02:25: Du kommst ja aus einer Familie mit einem Familienunternehmern, ist das so?
00:02:29: Das Unternehmertum, dass immer schon in die drinnen gesteckt ist?
00:02:32: und wenn ja warum hast du dann jahrelang trotzdem in Corporate Shops gearbeitet?
00:02:38: Also eigentlich sagt man heute Unternehmertum kann man lernen und es wird ja gar in Sankt Geilen und an der WHO an Universitäten insgesamt gelehrt Unternehnertum Entrepreneurship Und gleichzeitig, was der Vorteil ist wenn deine Eltern Unternehmer sind dann kriegst du natürlich von Anfang an mit.
00:02:56: Der Kunde steht im Zentrum bei uns so etwas ein kleines Unternehmen das mein Vater da fortgeführt hat Und meine Mutter hat da komplett mit reingearbeitet.
00:03:05: Aber wenn ein Kunde anrief, das war ... Wenn wir das Telefon hörten und mein Vater merkte wegen ihm nicht ran, es kann immer ein Kunder sein.
00:03:13: Also diese Bereitschaft eben dazu sein und ansprechbar zu sein.
00:03:19: Ich kriege heute viel mehr von meinem Vater mit.
00:03:21: Ich lebe jeden Tag mit meinem Vater, obwohl er nicht mehr
00:03:23: lebt.".
00:03:24: als Unternehmer.
00:03:26: Also der mein Vater hat jetzt nicht, dass das extremstwert wäre aber er war total zufrieden als Unternehmung glücklich.
00:03:31: Der hat wenig Urlaub gemacht.
00:03:33: Er war mal eine Woche am Stück weg so und weil der allein Unternehmer war ne?
00:03:39: Und hier älter er wurde, umso mehr hat er dann auch mal später.
00:03:42: Aber da hat er schon übergeben, hat er noch einmal länger Urlaub gemacht.
00:03:44: aber da also bestimmte Dinge die kriegst du mit und nimmst sie dann auch eher als normal war Als wenn du dein Leben lang Corporate Job gemacht hast und dann hörst wie kannst du eine Woche am Stück weg was ist das denn ja?
00:03:58: Das ist bei mir nicht.
00:04:00: Also das hat man sicher von klein auf an mitbekommen und deshalb ist es für mich auch okay.
00:04:05: wie's ist?
00:04:08: Du hast mir gerade vorhin noch, wir hatten so ein kleines Vorabgespräch gesagt dass dein Karriereknick tatsächlich schon ganz in jungen Jahren waren.
00:04:16: Du bist sehr früh Mama geworden.
00:04:17: hat das deinen späteren beruflichen Weg und auch die Auswahl deiner Jobs sehr stark beeinflusst?
00:04:23: Ja es ist halt nicht nur den späteren Weg sondern insgesamt hat's meinen beruflichem Weg komplett beeinflußt und geprägt.
00:04:29: Mein Kaniere-Knick begann mit rein zwanzig.
00:04:31: Da war ich noch an der Uni und bin ungeplant, aber dann gewollt, schwanger geworden hab auch mich für ein zweites Kind entschieden mit dem Zweitekind bekommen.
00:04:40: Aber damit war klar, ich muss in Machbarkeiten denken weil gleichzeitig auch viel Zeit mit meinen Kindern verbringen wollte.
00:04:47: Ich wollte die jetzt nicht von klein auf einen weggeben.
00:04:50: Wir haben viel auch Fremdbetreuung gehabt.
00:04:52: wir haben die Großmütter stark involviert gehabt und dabei auch Kinderfrauen, Babysitter gehabt.
00:04:58: Wir haben mit einer eigenen, hier nicht eine Kita aber dann für die Grundschule eine quasi Ganztagsbetreuung.
00:05:07: Haben wir mit aufgebaut in Teilen sind, haben da einen Platz in der Ganztagbetreuungen, die schon bestand bekommen.
00:05:14: das heißt es ist ja auch über dreißig Jahre her wo wir einfach noch nicht so eine Infrastruktur in Deutschland hatten dass selbstverständlicher war und dass Frauen auch in Teilen vollzeit berufstätig sind mit den Kindern.
00:05:26: Das fängt ja heute anders an, dass mal die Männer ein Stück weit zurückstecken und Frauen vollzeit auch berufstäblich sind, die Mütter.
00:05:32: Und damit habe ich immer geguckt was geht mit den Kindern?
00:05:36: Was ist?
00:05:37: auch räumlich bist du natürlich viel stärker eingeschränkt.
00:05:40: mein erster Job war eine Doktorandenstelle an der Uni.
00:05:43: das war super machbar aber das war teilzeit machbar es war flexibel.
00:05:47: Ich war da nur nicht glücklich.
00:05:49: Ich habe gemerkt, promovieren ist nicht das ich will lieber raus in die Wirtschaft und hab das dann dran gehängt schweren Herzens ohne eine abgeschlossene Promotion.
00:05:59: Und dann bin ich in die Wirtschaft gegangen und der Job war aber ganz in der Nähe vom Kindergarten.
00:06:05: Und da durch unser Wohnort, das war für mich eine glückliche Fügung weil wenn du noch weite Wege als berufstätige Mutter zurückzulegen hast, dass es klingt dich einfach und zerreißt dich auch.
00:06:17: und später bin immer ich tendenziell die gewesen, die buchlich zurückgesteckt hat.
00:06:22: Das heißt mein Mann Der Vater meiner Kinder, von dem bin ich heute getrennt.
00:06:26: Immer noch gut befreundet und so.
00:06:28: Aber der hat Karriere gemacht, klassisch.
00:06:31: Er hat keinen Karriereknick, er hat auch gehaltlich.
00:06:33: Hat sich da immer weiterentwickelt.
00:06:34: Und bei mir war das eher ein Auf- und Ab.
00:06:38: Du hast ja dann auch mal im Silkenwelle gelebt in Palo Alto und da warst du dann auch eine richtige Sockemarme für ein, zwei Jahre?
00:06:45: Richtig.
00:06:46: Mein damaliger Mann bekam die Frage ob er in den USA gehen will für seine damalige Company.
00:06:52: Und da hat er ihm gefragt hey mach das mit ich wollte eigentlich immer am Ausland studiert haben.
00:06:58: Ich komme aus einem kleinen Dorf aus Niedersachsen und mir war das immer zu eng Und ich wollte immer schon raus und deshalb war für mich klar, ich will im Ausland studieren.
00:07:05: Das hat sich dann durch die Kinder nicht ergeben.
00:07:08: Und als sie Frage kamen, kommst du mit in Südlich von San Francisco?
00:07:13: Da war das für mich klar.
00:07:14: Ich hatte aber damals ein Job, den ich aufgegeben habe.
00:07:17: Ich war harte mich etabliert, ich war vier Jahre im Job drin, war auch happy und gut.
00:07:22: Was hast du da gemacht?
00:07:23: Ich war ein Junior Product Manager bei Chupa Chups.
00:07:27: Das ist eine Lutsche Unternehmen aus Barcelona und ich habe mich um die zuckerfreie Erwachsenenmarke Smith gekümmert.
00:07:37: Es gibt's immer noch, die sind verkauft worden mittlerweile.
00:07:40: Also Spotschubs insgesamt verkauft wurden aber genau und das hat ... Da hab ich quasi Marketing von der Pika auf gelernt bei meinem damaligen Chef.
00:07:47: Das war auch super!
00:07:48: Ich habe das geliebt.
00:07:49: Das hatte auch was Internationales durch Barcelona.
00:07:52: wir waren da öfters und die Kollegen waren sehr international.
00:07:55: also es war super.
00:07:57: und dann habe ich diesen Job aufgegeben und war zu Hause mit den Kindern in den USA natürlich mit allen anderen Herausforderungen, die du da hast.
00:08:06: Wenn du Kinder hast und alleine damit rübergehst dann weiß ich gar nicht wie so was geht.
00:08:11: Klar also da gibt es natürlich auch Schulen- und Ganztagsbetreuung aber die kannst ja nicht Kinder einfach verpflanzen Und die müssen erstmal wieder in Wurzelsstil und die müssen erst mal wieder Wurzel schlagen.
00:08:23: Ja, und darum habe ich mich dann primär gekümmert.
00:08:26: Dann ist aber eine US-Arne Kultur so eine freiwilligen Kultur, die Eltern engagieren sich sehr stark in den Schulen, ob sie jetzt private oder staatliche Schulen sind.
00:08:35: In unserem Fall war das die German American School.
00:08:38: Das waren eine private Schule aber die eben darauf gezählt hat dass die Eltern viel mitmachen.
00:08:42: dann war ich da sehr engagiert und sehr professionell im Fundraising tätig.
00:08:47: Das war ein Halbtagsjob und die waren auch alle insgesamt in ihren freilichen Jobs sehr professionellt tätig.
00:08:53: also es war nicht mal eben so was man nebenbei gemacht hat.
00:08:57: Und da habe ich gesagt ehrlich das kann dann kann ich hier auch einen richtigen Job machen.
00:09:00: Und dann habe ich in meinen Arbeitsvisum beantragt, das hatte ich eben auch nicht automatisch.
00:09:06: Und dann hab' ich ins San Francisco und im Start-up gearbeitet.
00:09:09: die haben Data Analytics gemacht, die haben eben große Datenmengen analysiert, Ableitung fürs Marketing daraus geschlossen fürs Direktmarketing und mein Kunde war die LA Times und wir haben uns angeguckt wie ist es mit Abonnenten wenn sie kündigen?
00:09:23: Wann kann man die wieder anschreiben
00:09:24: usw.?
00:09:24: Das war mein Job da den ich gemacht habe bis wir dann uns entschieden haben zurück zu kommen.
00:09:30: Nach zweieinhalb Jahren sind wir zurück nach Deutschland gegangen.
00:09:43: Richtig, ich habe mich insgesamt dreimal bei Google beworben und erst beim dritten Mal hat das geklappt.
00:09:48: Ich hab' mich das erste mal... Das war ja im Jahr zwei-tausend drei bis sechs waren wir dort, ich hab' zweitausendfünfmal für mich da beworbeden.
00:09:55: Da war es noch sehr nördig!
00:09:56: Man musste irgendwas programmiertes Hochladen in meiner Wahrnehmung.
00:10:00: Es hat nicht geklappt so.
00:10:03: Dann habe ich mich mittlerweile zurück in Deutschland, im Autokonzern angefangen.
00:10:10: Im Vertrieb hab' mich um Internetkunden gekümmert.
00:10:13: Vier Jahre lang war dann bei Montprix und mir wurde das auch wieder ... Also Montpri war super, eine Superfahrung aber Konzern, das war mir alles ein Tick zu eng!
00:10:22: Ich hatte auch so viel, ich pass da nicht richtig rein Und habe mich in dem Zusammenhang beworben, weil ich weg wollte aus dem Konzern hin zu damals Metta und Google.
00:10:33: Das waren
00:10:34: gerade auch die Zeit wo alle dahin wollten?
00:10:37: Also du warst eine von den Supercoolen muss man da auch schon zu sein!
00:10:42: Ich hatte aber bei Google und auch bei Facebook richtig Bewerbungsgespräche.
00:10:48: Das handelt dich dann auch.
00:10:51: Es erdet dich sehr, weil du siehst das noch mal in einer anderen Liga hier.
00:10:55: Die wollen wirklich the best and brightest.
00:10:58: und wo?
00:10:59: ich merkte ja es war für die Stellen auch, für die ich da an mich beworben hatte was kein guter fit.
00:11:07: Und dann war ich aber trotzdem in den Jobs.
00:11:12: Jetzt war ich bei Anfang vierzig.
00:11:15: Die Jobs sind okay, aber das Leben ist lang und will ich die so wie sie sind ein Leben lang machen.
00:11:21: Das war mir schon klar dass ich raus möchte von Otto, dass ich da nicht happy war bin zu bombri gegangen, da war ich sehr happy also nach einer ganz andere Arbeitskultur obwohl es derselbe Konzern hat in ganz tollen Chef-Chef mit dem ich heute auch noch bekannt bin und wir uns ab und zu austauschen.
00:11:38: Und dann war aber der Arbeitsweg, das war eine Stunde jeden Tag.
00:11:41: Das zum Thema Arbeitsweg ... Mittlerweile war ich ja alleinerziehend mit zwei pubertierenden Kindern und ich bin ne Stunde zur Arbeit gefahren hab gesagt auch wenn die Erziehung eigentlich durch ist, die ist ja so mit zwölf Jahren hast du als Eltern kaum noch Einfluss was du bis dahin gemacht hast, hast Du gemacht und danach kannst du nur noch drauf hoffen dass sie schon das Beste aus ihrem Leben machen.
00:12:03: Aber trotzdem wollte ich natürlich immer noch einen guten Rahmen geben Reserven haben für das, was dich als Teenager-Mutter erwartet und die hatte ich eben auch zu wenig.
00:12:15: Und er hat mich dann entschieden, ich bewerb mich nochmal und bin dann auf die Agenturseite gewechselt und habe eBay betreut.
00:12:22: als Agenturmanagerin ebay für Social Media Themen im deutschen Markt ... hatte, war ein Steinteam da und es war noch mal eine ganze andere Welt.
00:12:32: Also fand ich auch interessant von der Kundenwelt auf die Agenturseite zu wechseln,... ... weil das eine andere Kultur ist... ...und weil du aber auf einmal gefühlt in deiner Karriereleiter runtergehst.
00:12:44: Ja!
00:12:44: Wie war
00:12:45: das für dich in der Karriereliter runterzugehen?
00:12:47: Naja, es war erstmal ne krasse Erfahrung.
00:12:50: Du bist ja gleiche Mensch, aber du wirst anders wahrgenommen in deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
00:12:55: Die Kunden... Behandeln Agenturleute oft nicht auf Augenhöhe.
00:13:02: Und als ich das, das hatte ich nach drei Wochen realisiert und dann habe ich meine alten Kundenkontakte ... meine alten Agenturkontakte aus meiner Konzernzeit angerufen und hab gesagt, wenn ich euch so behandelt habe, dann entschuldige mich jetzt hier dafür.
00:13:15: Das war mir nicht bewusst.
00:13:17: Also diese Dienstleistermentalität und eben Nicht-Auf-Augenhöhe, jetzt kommen Das ist ein ganz eigenes Thema für sich, diese ganze Werbeagentur-Welt.
00:13:28: Werbeargenturen haben Marken groß gemacht.
00:13:30: Es ist gewachsen mit der Zigarettenwerbung und so, das hat einen Riesenunterschied gemacht.
00:13:37: Alkohol werden wir auch, aber auch Malbüro.
00:13:39: Diese Kampagne diesen Malburoman einzuführen hat den Umsatz vervielfacht und die differenziert von anderen und da hatten riesen Wert gehabt für die Unternehmen denen sie selber so nicht kreiert haben sondern der kam von kreativen von außen.
00:13:51: Und das ist aber über die Jahrzehnte immer weniger geworden.
00:13:55: Kreativagenturen in vielen Teilen heute einfach nur Dienstleister sind und Abarbeiter.
00:14:00: Und also ich glaube, dass das keine gute Entwicklung ist.
00:14:03: Das ist auch nicht überall so aber die Tendenz war für mich zumindest spürbar.
00:14:07: und wo ich dachte jetzt bin ich zwar auf der Agenturseite lebende tolle Gemeinschaft mit den ganzen Kolleginnen und Kollegen und habe auch einen spannenden Job.
00:14:15: wir waren auch in London für eBay und so.
00:14:16: das war ein spannender Kunde.
00:14:18: Aber ich wusste, also es ist sehr viel Arbeit auf der Agenturseite.
00:14:24: Ich habe da deutlich mehr gearbeitet an Zeit als im Konzern und merkte das kannst du auch nicht durchhalten.
00:14:31: Auf Dauernd wills auch nicht so.
00:14:33: Aber Google
00:14:34: ist ja auch nicht gerade wenig Arbeit.
00:14:36: Also wenn du bist zu Google gegangen, dass jetzt ja auch noch mal eine Hausnummer...
00:14:39: Ja aber das ist ein riesiger Unterschied!
00:14:42: Weil?
00:14:44: Ich noch nie so viel Wertschätzung erlebt habe, wie als Mitarbeiterin im Unternehmen Google.
00:14:53: Kannst du nochmal ein paar Beispiele geben?
00:14:55: Die tun alles, damit du als Mitarbeiter gut arbeiten kannst.
00:14:59: Also die haben eine ganz hohe Erwartung an dich, du musst sehr schnell im Kopf sein... Du findest da deinen Meister auf einmal in ganz vielen Dingen!
00:15:07: In den Tools, die du nutzt und in den Kollegen die du hast, die schneller sind als du, wo du einen halben Satz ansprichst und sie haben sich schon verstanden.
00:15:15: also es hat eine andere Geschwindigkeit ein anderen Pace.
00:15:18: Man musste auch versuchen entspannen zu bleiben, man muss dich auch wohl fühlen Damit, dass sich die Welt wahnsinnig schnell dreht.
00:15:26: Du zwar mithalten musst aber auch wohlfühlen mit dem Ungewissen und dem... Dass du nicht alles wissen kannst.
00:15:32: Du kannst nicht on top bleiben weil sich innerhalb von Google ja die Welt Wahnsinnig Schnell gedreht hat aber draußen hier auch.
00:15:40: Das war... Wann bin ich zugegangen?
00:15:41: Zwei Tausend Fünfzehn bis zwei Neunzehn
00:15:43: War das Thema Alter ein Thema bei Google Weil du warst, und ich weiß das.
00:15:51: Ich habe auch mal für den US-Unternehmen gearbeitet Und ich hatte auch einmal eine Bewerbung bei einer von diesen großen Plattformen Und da sprichst du schon mit sehr sehr jungen Menschen und ich mag das total wenn man in so altersdiversen Teams ist Aber nichtsdestotrotz fühlt man sich schon manchmal auch ein bisschen wie die älteste oder ältere Person dort Also wenn man wirklich auch gerade im Bewerbungsprozess mit sehr, sehr jüngeren Leuten spricht
00:16:14: Ist
00:16:15: Ein normales, junges oder spätes Alter wenn man bei Google anfängt.
00:16:20: Na ja, damals, wenn du bei Google drin bist.
00:16:23: Da sind natürlich andere forty-fünfjährige und auch ältere die älter als du sind.
00:16:28: Und in meinen Bewerbungsgesprächen war das verschieden.
00:16:31: Das waren jetzt nicht nur junge Kolleginnen und Kollegen, die mich da interviewt haben.
00:16:37: War ich ein Diversity Hire?
00:16:39: Weiß ich nicht!
00:16:41: Die Rolle, die ausgeschrieben war, war schon Senioriger.
00:16:44: Insofern war das klar dass die jetzt nicht jemanden direkt von der Uni dort angeht gestellt hätten.
00:16:51: Also für meine Rolle war das okay, aber ein guter Freund aus New York sagte, ey cool, dass du den Job gekriegt hast, aber fünfundvierzig bist ja ganz schön alt und es wäre schon krass jetzt im Nachhinein, aber heute bin ich sechsundfünfzig und sagen mit Fünfund vierzig habe ich mich noch überhaupt nicht alt gefühlt Klar.
00:17:08: Man denkt immer, die holen sich ja immer von unten junge frische, hungrige Leute nach und das ist sicher auch das Groh der Bewerber wird deutlich jünger gewesen sein als ich.
00:17:21: aber für bestimmte Rollen holen sie sich auch in andere Reihen.
00:17:27: Sofern weiß ich nicht, ob ich ein Diverse ... Es war kein Kriterium zu sagen.
00:17:30: Wir suchen jetzt aus diversitätsgründen ältere, weil die gab es da.
00:17:34: Google war ja schon älter.
00:17:35: Die hatten ... Wann haben die ihr Office gegründet?
00:17:38: Ich glaub in Hamburg, im Jahr two-tossend drei irgendwie und das war ja zwei-tausend fünfzehn.
00:17:41: Das heißt, da waren auch Leute aus der ersten Stunde.
00:17:45: Und die waren dann so meinem Alter oder einen Tick ältern.
00:17:48: Ähm... Ja und es war für Außenstehende schon überraschend, dass ich reingekommen bin.
00:17:53: Aber für die Rolle war das eigentlich durchaus passig.
00:17:57: Und sag mal wenn du jetzt... Du hast diese ganzen Hürden geschafft.
00:18:00: Du hast gerade erzählt wie toll eigentlich Google ist?
00:18:02: Warum hattest du mit neunundvierzig das Bedürfnis was eigenes zu machen da wieder rauszugehen?
00:18:06: Warst du auch ein bisschen... Jetzt steht dir fünfzig bevor.
00:18:08: Wenn ich dich nicht jetzt mach dann mache ich's nie.
00:18:10: oder was waren da so die Gründe?
00:18:11: Nein!
00:18:13: Es war eher Ich dachte, ich gehe da nie wieder weg.
00:18:17: Ich dachte hey!
00:18:17: Ich bin angekommen als ich da anfing und dachte dass das Ende einer langen Reise klingt ein bisschen pathetisch und ist der Anfang einer langer Reise.
00:18:27: Durch die halbe Welt fliegen mega spannende Kollegen kennenlernen du kriegst ganz tolle Vorträge, inspirierende Vortriege von außen.
00:18:34: also wir haben eben in vielen Teilen Dame ... ich kann ja nur von der Zeit damals sprechen eine ganz toller Kultur, die ich erlebt habe.
00:18:42: Und gleichzeitig, warum geht man da weg?
00:18:44: Ich war auch finanziell zum ersten Mal.
00:18:45: Ich war leinerziehend und hatte damals auf Unterhalt für mich verzichtet.
00:18:49: Weil ich dachte, ich will mich nicht wegen des Geldes streiten.
00:18:51: Also es gab unterhalt für die Kinder aber jetzt auch nicht üppig.
00:18:55: Und das Geld war schon knapp bei mir permanent.
00:18:57: Ich bin auch mit einem starken Minus bei Google gestartet so auf meinem Konto.
00:19:02: Und dachte, ey du hast zum ersten mal keine finanziellen Sorgen.
00:19:05: Du hast dich finanzieell unheimlich gemacht.
00:19:06: Das war auch mein Ziel weshalb ich auf Unterhalt verzichtet hatte.
00:19:11: komme ich schneller in die finanzielle Unabhängigkeit, die mir wichtig war und ich wollte selber auch zu Wohlstand kommen.
00:19:18: Warum geht man daraus?
00:19:20: Weil... Und da kommt wieder meine Wurzeln her!
00:19:22: Ich habe mich immer auch als Unternehmerin gesehen.
00:19:25: Mein Bruder hat das Unternehmen meines Vaters fortgeführt und der hat das Unternehmen seines Vater usw.
00:19:34: unseres Ur-Urgroßvaters fort geführt.
00:19:35: Das heißt mein Bruder bei der fünfte Sohn in Folge, der das Unternehmen fortgeführt hat.
00:19:40: Ein kleines Unternehmen im ländlichen Raum und mein Bruder ist ein super Unternehmer geworden.
00:19:46: Es war immer der erstgeborene Sohn bei meinem Bruder zu zweit geboren aber der erst geborenen Sohn der dann auf den diese Rolle übertragen wurde.
00:19:54: Wenn ein Unternehmer nur Töchter hat, dann findet er unter seinen Töchtern auch eine die geeignet ist.
00:20:00: Hat einen Unternehmer aber Söhne und Töcher, dann guckt das erst mal bei den Söhnen nach?
00:20:04: Das ist leider so!
00:20:05: Und ich habe immer schon den Status-Kur bei vielen Dingen hinterfragt.
00:20:09: Ich meine, ich habe ja auch mit zwei bis fünf Mutter geworden und fand es dann okay.
00:20:12: Das heißt für mich haben diese normalen Regeln nicht per se so gegolten und ich hab das nie verstanden.
00:20:19: Obwohl, ich es auch nicht meinem Bruder geneidet habe.
00:20:22: Ich hatte dann ja auch erst mal andere Prioritäten und war in diesem sicheren Netz von einem Konzern ... Das ist für Mütter gut, weil Konzerne die Elternzeit alles ist geregelt und du kommst wieder zurück idealerweise an deinen alten Job, weil sie so groß sind, dass sie dem Platz für dich noch halten können.
00:20:42: Das war für mich lange auch gut.
00:20:44: Jetzt waren aber mit neunvierzig, weil meine Kinder groß.
00:20:47: Also die waren... Ich muss jetzt gerade mal rechnen.
00:20:51: Meine Tochter war... Jetzt kriege ich das gerade selber nicht mehr hin?
00:20:56: Die waren Anfang zwanzig so.
00:20:58: Also Anfang Mitte zwanzi.
00:21:00: Es gab... Die waren zwar noch im Studium und finanziell abhängig ein Stück weit, aber die waren auf dem Sprung dieses Argument.
00:21:07: Ich muss da bleiben, damit ich ein sicheres Einkommen habe auch für meine Kinder.
00:21:11: Das galt nicht mehr und ich hatte mittlerweile weil das dann der Vorteil wenn du älter bist bei Google einsteigst dass was ich mehr verdient habe hab ich mich unbedingt ausgegeben.
00:21:19: Ich habe mir jetzt kein Haus auf der Basis Gugelgehalts gekauft.
00:21:22: Ich hab mit mit vierzig ganz kleines Häuschen selber gekauft und hab eben das ... brauch jetzt nicht Google-Gehalt, um's abzubezahlen.
00:21:37: Und dadurch hatte ich aber den Logzus, dass ich wusste, ich habe für ein Jahr Geld da liegen.
00:21:43: Ich könnte ein Jahr ohne Gehalt leben.
00:21:45: Nicht üppelig, aber ich kann das!
00:21:46: Dann hab ich auch die ersten drei Jahre keine Klamotten mehr gekauft, bin zum Friseur nur zum Lehrlinge gegangen, weil es günstiger war als.
00:21:53: ich hab dann mit neun Vierzier Abstriche gemacht von meinem Lebensstandard um mir diese Selbstständigkeit zu leisten.
00:22:00: Ich habe mir drei Jahre kein Gehalt gezahlt, weil es aus dem einen Jahr wurden drei Jahre.
00:22:04: Das heißt ich bin dann meine Altersvorsorge ran gegangen an meiner Ersparnisse Und weil ich gesagt habe, ich sehe mich als Unternehmerin ... Ich hab gute Voraussetzungen jetzt.
00:22:17: Weil jetzt habe ich ein Jahr ja Rückhalt.
00:22:18: Ich hatte eine Mitgründerin und wollte nie alleine gründen.
00:22:21: Wenn ich es nicht mache, werde mir das nie verzeihen.
00:22:25: Dann wird's zur Lebenslüge!
00:22:26: Ich werde mit Sechzig sagen, ich glaube, ich hätte es gekonnt.
00:22:29: Ich wäre ne gute UnternehmerIn geworden.
00:22:32: Aber wenn du es nicht selber ausprobierst, dann das kannst du nicht nachfühlen und auch nicht auf dem Reisbrett irgendwie sehen.
00:22:39: Du musst es machen um zu sehen wie hart das ist?
00:22:42: Das macht dich dann auch sehr bescheiden irgendwie.
00:22:46: oder also du wertest es auch anders ein.
00:22:48: Du kriegst viel mehr Respekt vor Unternehmern die es geschafft haben.
00:22:52: ich gucke auch auf diesen ganzen Startup-Bubble mittlerweile anders rauf
00:22:56: Wie anders.
00:22:58: Ich habe zu Anfang auch gedacht, ich mache ... schaffe das erfolgreichste Start-up beim Bereich der Frauengesundheit.
00:23:04: Wir werden das größte Unternehmen in dem Bereich werden in Europa.
00:23:07: Das war so unser Nordstern mit der Mitgründerin damals, weil ja Business Angels von dir erwarten, dass du auch groß denkst und dann trauen wir uns das jetzt auch mal
00:23:17: zu.".
00:23:18: Und
00:23:19: das wird dich auch ständig erzählt?
00:23:22: Auch in Formaten wie Hülle der Löwen oder so.
00:23:24: Denkgroß, denkgrösser Genau.
00:23:28: Ist ja auch nicht verkehrt so, für mich sind Start-up Gründer, es sind da auch Unternehmer aber andere Unternehmer.
00:23:35: Es ist eine andere Form als das was ich zu Hause kennengelernt habe.
00:23:41: Wenn du ein guter Start up Gründern erfolgreich bist dann bist du vor allem sehr gut im Einsammeln von Geld.
00:23:46: Dann bist du sehr gut darin andere die Geld haben davon zu überzeugen in dich zu investieren.
00:23:51: und deine Idee Und das ist deine Kernkompetenz und das wirst du die nächsten Jahre machen.
00:23:56: Du oder dein Businesspartner, Mitgründer, ihr werdet vor allem euch darum kümmern Geld einzusammeln weil dir direkt was Großes hinstellt
00:24:07: Und dann eigentlich weniger Zeit, um am Produkt oder an Ideen zu arbeiten?
00:24:10: Nee das
00:24:11: machen die schon.
00:24:11: Die haben da ja viel Geld, um genau diese Ideen viel schneller umzusetzen.
00:24:15: Du brauchst dir auch für manche technische Lösung, brauchst du dieses Kapital weil du sonst Innovation gar nicht vorantreiben könntest.
00:24:23: wenn ich jetzt an KI denke, dies ist ja jetzt für alle zugänglich aber in den Anfängen also du brauchst Zugang zur Kapitel für medizinische Entwicklung Medizintechnik und so.
00:24:31: Das ist schon völlig legitim.
00:24:35: Ich habe nur gemerkt Ich habe eine andere Grundhaltung zum Unternehmertum.
00:24:41: Und ich bin darin nicht gut, vor allem vermögende Männer Mitte Fünfzig und das sind die meisten Business Angels davon zu überzeugen in mich zu investieren.
00:24:53: Das ist nicht meine Kernkompetenz, es kann ich nicht gut.
00:24:55: Ja?
00:24:56: Ich kann Frauen begeistern... sich gesünder zu ernähren und zu inspirieren und sagen, ey das geht.
00:25:03: Und hier siehst du ein Beispiel.
00:25:04: so ich kann auch eine schöne Marke aufbauen.
00:25:06: Das ist was ich gut kann aber das andere kann nicht gut.
00:25:10: Was ich eben auch gesehen habe jetzt bin ich sieben Jahre in der Gründung.
00:25:14: Ich hab ganz viele gesehen, die scheitern nicht.
00:25:17: Weil ihre Idee nicht gut war.
00:25:18: Die haben viel Geld eingesammelt.
00:25:19: Die warnen Hürde der Löwen.
00:25:21: Sie haben entweder freiwillig die Firma zugemacht oder sie mussten sie zumachen.
00:25:25: Freiwillig weil sie sagen das lohnt sich nicht.
00:25:27: ich arbeite hier wie bescheuert aber es kommt nichts bei rum.
00:25:30: Obwohl sie diesen Zugang zur Kapital hatten und zu den ganzen Experten-Teams dann auch.
00:25:35: Oder aber weil sie's nicht geschafft haben mehr Geld einzusammeln.
00:25:40: Und ich habe gemerkt dass macht mir ganz viel Freude mich mit Potenzialen Kunden und Kundinnen zu beschäftigen, aber eben nicht mit dieser Welt der Business Angels.
00:25:49: Und dann VCs wo du dann weiter gehst?
00:25:53: Ich will das nicht schlecht reden.
00:25:54: Für manche ist es eine Superlösung um Clue zum Beispiel die Periodenerptie also dieses Jahr komplett gefandelt und trotzdem müssen die Gründer ja auch noch viel von sich reingeben.
00:26:05: Aber was war nicht meins?
00:26:07: und ich kann nur sagen ich bin zwar klein Aber uns gibt es noch.
00:26:11: Und ich kann das machen, was ich liebe und wir sind gebootstrapped... Kannst du mal ganz kurz?
00:26:18: Ich glaube nicht dass alle hören ein bisschen als Gebootstriped bedeutet.
00:26:22: Du hast es aus deinen eigenen Finanzen heraus geschafft unternehmen aufzubauen ohne Fremdkapital auch.
00:26:28: Ich habe jetzt auch nicht Friends Family Fools dir investiert haben.
00:26:31: Das ist so Friends Family Fool's.
00:26:32: Es sind die ersten die in dich geben mal zwanzigtausend vielleicht oder fünfzigtausends sogar.
00:26:38: Und dann kommen Business Angels, die geben ein bisschen mehr rein.
00:26:42: Und irgendwann später kommen VCs, also Venture Capital Firmen, die aber so fünfhunderttausend und mehr Millionen da reingeben.
00:26:51: So gebootstrapped heißt du hast organischen Unternehmen aufgebaut und wir haben etwas erreicht.
00:26:56: das nennt sich Ramen Profitability, Rahmen von Rahmensuppe.
00:27:00: Also wir sind profitabel dergestalt dass wir unsere Gehälter zahlen können.
00:27:04: Wir sind noch nicht, wir sind weit davon entfernt vermögend uns große Gehälter zu zahlen.
00:27:14: Wir haben uns jetzt mal ein Firmfahrzeug geleistet und so einen E-Bike, Transportbike um unsere Sendungen auszuliefern.
00:27:20: Das ist dann schon für uns eine größere Investition aber wir können das machen was wir lieben!
00:27:26: Wir haben den Rücken quasi frei und da bauen wir weiter dran.
00:27:30: und Business Angels würden sagen ja Susanne Du hast ein großes Stück vom kleinen Kuchen.
00:27:36: Wäre doch viel geiler, du hast ein kleines Stück von großem Kuchen!
00:27:39: Wenn du ein kleine Stück vom großen Kuchen hast dann bestimmen die Business Angels, sie haben ja Zeit ne?
00:27:44: Weil die haben Geld gemacht und deren Zeit investieren Sie jetzt in Aktien zu investieren aber eben auch ins Start-ups.
00:27:54: Und die steuern natürlich dich mit.
00:27:56: Und die sagen, Susanne wir glauben du bist nicht mehr geeignet als Geschäftsführerin.
00:27:59: Wir nehmen jetzt mal jemand anderes.
00:28:00: Du kannst eine Anteile behalten als Gesellschaftlerin aber wir sehen dich jetzt nicht mehr in der Rolle und so weiter.
00:28:05: oder du hast mehr Freunde mit am Tisch sitzen, die dich auch weiter bringen durch ihr Netzwerk.
00:28:11: Wir haben das jetzt insofern gelöst dass wir einen Beirat haben.
00:28:14: also wir haben erfolgreiche Menschen aus der Wirtschaft.
00:28:18: Frauen und Männer sind jetzt an unserem Beiraten.
00:28:21: Die haben natürlich auch ein Netzwerk die geben ihre Zeit freiwillig Und ich bin jetzt in einem Accelerator-Programm drin von
00:28:31: I.O.,
00:28:31: das ist eine Organisation, die Unternehmer weltweit gegründet haben.
00:28:37: Das ein Verein kommt ursprünglich aus den USA weil Unternehmer nochmal eigene Themen haben.
00:28:43: und wovon lernst du als Unternehmer am meisten?
00:28:46: Von anderen Unternehmern.
00:28:47: und das fördern sie.
00:28:48: und da kommst du erst rein wenn du größer bist, du musst eine Million Umsatz machen.
00:28:54: Aber die haben einen Accelerator-Programm und in dem Programm bin ich jetzt für ein Jahr mit drin weil die wenigsten Unternehmen schaffen es auf eine Millionen Umsatz und höher zu kommen.
00:29:05: das sind nur vier Prozent der Unternehmen.
00:29:10: Wir sind so überzeugt von dem, was wir machen.
00:29:12: Damit größer werden.
00:29:13: wir wollen mehr Frauen erreichen.
00:29:15: Wir wollen in verschiedene Bereiche der Frauengesundheit rein also nicht nur in die Perimino-Pause wechseljahre und deshalb ... Wir wollen wachsen!
00:29:26: Ich glaube ich kann davon mehr profitieren wenn ich andere Unternehmer habe mit denen ich mich austauschen kann.
00:29:32: Susanne noch mal ganz kurz zurück zur Gründung.
00:29:34: du hast ja damals gegründet.
00:29:36: da ist die Mietgründerin abgesprungen.
00:29:39: Du hattest kein Fahnding oder freiwillig drauf versichtet und eigentlich auch noch keine Kunden.
00:29:44: Und dann hast du dir gedacht so, aber jetzt ist doch der beste Zeitpunkt zum Starten?
00:29:49: Mir ist ja ein Attacker!
00:29:53: Es war nicht so geplant... Also ich hatte schon seit anderthalb Jahren einen strategischen Investor.
00:29:59: Wir haben es mit seinem Anwalt ausgetauscht.
00:30:03: Es lag ein Vertragsentwurf auf dem Tisch.
00:30:05: Das sind auch mehrere Runden die du da verhandelst Und der Vertrag, den die mir dann aber letztendlich angeboten haben.
00:30:12: Der war so restriktiv für mich und also hat... Die haben sich alle Sicherheit ausbedungen für sich.
00:30:20: Aber ich hatte das volle Risiko bis hin zu Privathaftung und solchen Sachen wo ich gesagt habe Leute, dass ist kein fairer Vertrag.
00:30:29: Dann haben sie gesagt kein Problem wir gucken wir passen es an.
00:30:32: Da hab' ich zwei Nächte drüber geschlafen und dann habe ich aber gesagt hey!
00:30:36: Die haben's versucht Ein erster Versuch, sondern das war schon ein vermehrter Versuch.
00:30:43: Die wollten mich als mit meiner Vita und dem Google-Hintergrund und so ... Aber die haben mich nicht als Unternehmerin gesehen.
00:30:50: So war der Vertrag eben.
00:30:52: Und da ich sag, ihr habt's versucht mit mir und nicht nur einmal, ich glaub wir lassen das mal!
00:30:57: Das war eher dann was mach' ich jetzt?
00:30:59: Also bist du im Grunde, du bist mit leeren Taschen schießt auf einmal dar.
00:31:03: Und das war kurz vor Weihnachten.
00:31:04: Ich hatte keine Mitgründerin, kein Kapital Ich hatte auch noch kein Produkt und wusste aber, was kann ich selber gut?
00:31:13: Und ich kann über Ernährung erzählen.
00:31:15: Dann hab' ich angeboten, das war kurz vor Weihnachten, habe gesagt am ersten Jahr nur biete ich ein dreivöchiges Programm an wo wir langsam unsere Ernährungen ändern und hin zu einem gesünderen Ich-Kommen werden.
00:31:29: keine Diät sondern eine Ernährungsumstellung hin zu einer antientzündlichen ErnährUNG.
00:31:35: Ich habe das Programm vorher mal bei einer Gynäkologin aus den USA selber für mich gemacht, aus einem Buch heraus und dann hab ich diesen Online-Kurs.
00:31:43: Während er stattfand, entwickle Tag und Nacht.
00:31:46: Also während er lief Und damit hatte ich mein sogenanntes MVP Mein Minimum Viable Product.
00:31:53: also ich hatte den oder ein Prototypen.
00:31:55: Ich hatte einen ersten Use Case und gesehen krass was das mit den Frauen macht.
00:31:59: vorher habe ich ja nur gesehen Was es mit mir macht und so aus der Literatur gesehen was Ernährung machen kann.
00:32:04: aber dass war mir in der Vielfalt nicht bewusst.
00:32:07: und dann hab ich direkt danach gesagt jetzt mache ich und jetzt nämlich Geld dafür.
00:32:11: also Der erste Kurs war gratis sondern habe ich hat ich meinen Markt gefunden.
00:32:15: Also Angebot, Nachfrage und dann habe ich mich langsam daran gerobt diesen Kurs zu verfeinern Und wir feilen auch immer noch ein bisschen an dem Kurs aber der ist gut wie er ist.
00:32:26: Ich finde, da wird jedes Jahr noch einen Tick besser.
00:32:29: Das ist so einer der Hauptprodukte die wir haben und daneben haben wir noch ein paar kleinere Sachen.
00:32:36: Was bietet ihr bei Nobody, holt mir noch alles an.
00:32:38: Es hat eine Plattform für hauptsächlich Frauen in den Wechseljahren und da geht es um Ernährung.
00:32:44: das ist so eigentlich die Kernkompetenz von euch
00:32:46: Genau, wobei wir klären allgemein über die Wechseljahre auf nicht nur über Ernährung sondern insgesamt die ganzen Symptome, die dabei auftreten können wie sie laut Leitlinie behandelt werden.
00:32:57: Wir haben hohen Anspruch evidenzbasiert zu kommunizieren.
00:33:00: Wir leisten uns da auch bestimmte Pools Zugang zu Studien und sowas in die wir bezahlen.
00:33:07: damit wird eben auch wissenschaftlich abgesichert sind.
00:33:12: Also fängt damit an, wir haben einen wöchentlichen Newsletter, da kommt immer Sonntags raus, der heißt Somebody told me und der geht... Henry?
00:33:18: Ah schön!
00:33:20: Ist abonniert?
00:33:21: Sehr gut!
00:33:22: An fast zwanzigtausend Frauen.
00:33:24: gerade gibt es auch einen einwöchigen Meal Prep Plan wenn man abonniert, wenn ich das kurz einwerfen darf so und da berichten wir schon über Themen der Frauengesundheit allgemein und dass ist von Pille Kinderwunsch bis zu.
00:33:38: Du bist in so alter Osteoprose, also nicht nur wechseljahrspezifisch.
00:33:42: Aber es gibt eine Probriege.
00:33:43: eben die kümmern sich nur um die Wechseljahre.
00:33:45: da ist immer alles was Neues gibt zum Thema Wechsel-Jahre und auch was gibt's Neues im Bereich Ernährung allgemein?
00:33:51: Und dann hat er noch ein paar andere Rezepte und solche Sachen.
00:33:55: So und dann haben wir Webinare mit Experten und Expertinnen zu Ergänzenden Themen, die wir selber so nicht abdecken.
00:34:02: Also Osteoporose, das ganze Thema übergewircht.
00:34:07: Wie komme ich damit klar?
00:34:08: Psyche, mentale Gesundheit.
00:34:10: Wir haben aber auch sowas wie pflegebedürftige Eltern.
00:34:13: Wie gehe ich damit um und holen uns da?
00:34:15: in der Regel sind es Ärztinnen-WissenschaftlerInnen, die dann ranholen und Webinare anbieten.
00:34:22: Und dann haben wir den Body Reset Kurs einmal als On-Demand-Kurs.
00:34:26: Das heißt, du kannst ihn jeden Tag im Jahr starten für dich alleine und dreimal im Jahr haben wir den als Online-Kurse aber live wo ich dadurch begleite.
00:34:35: Und parallel bin ich noch als Speakerin in Unternehmen und Institutionen und rede über Frauengesundheit, Ernährung und Wechseljahre.
00:34:44: Ich bin eben Autorin jetzt von zwei Büchern dem Ratgeber Norbert... das haben bei Detold Me und dem Kochbuch Norbert.
00:34:52: Detold me!
00:34:53: Ich sehe sie bei dem Hintergrund stehen.
00:34:54: für alle Leute, die im Video dabei sind.
00:34:56: Verlinken wir auch gerne den Show Notes.
00:34:58: Sag mal hast du von Anfang an gewusst dass du was zum Thema Wechseljahre machen willst oder hast du da so ein bisschen einen Marktforschung betrieben?
00:35:06: Was gerade ein aktuelles Thema ist.
00:35:07: oder war das eher eine persönliche Geschichte dahinter?
00:35:10: Also, vor neun Jahren war noch nix.
00:35:13: Wechseljahre war Brachland in Deutschland und im deutschsprachen Raum kann sagen eigentlich weltweit bis auf den Großbritannien.
00:35:19: da haben die Frauen von unten aufgegärt und haben gesagt hey, kann das sein dass wir darüber nichts wissen?
00:35:25: Ich hatte damals ja eine Mitgründerin, die nicht kamen Die hatte eine andere Opportunität, die sie dann für sich wahrgenommen hat.
00:35:31: also bin ich im Streit auseinander gegangen aber die war vermagend nicht mehr dazu.
00:35:35: Und mit der war ich aber auf einer Konferenz und ich bin sechs Jahre älter als Sie.
00:35:39: Und wir waren auch beim Whole Foods, das ist so ein mega Supermarkt in den USA mit sehr nachhaltigen Produkten auf.
00:35:45: Hennig, liebe ich!
00:35:46: Ja und da stand ich von dem Regal mit Makka und sagte, ey krass wie viel Maka es hier gibt.
00:35:52: in Deutschland kannst du's nur in der letzten Ecke vom Internet bekommen?
00:35:55: Dann sagte sie als Thema wofür braucht man das?
00:35:58: Wofür bräuchte man Maka?
00:35:59: Was
00:35:59: ist Maka, ist das denn die Wurzel?
00:36:01: Das ist peruanisches Ginseng, das ist ein Knollengemüse aus Peru.
00:36:04: Das wechseln hohen Höhen und essen die wie Steckrüben.
00:36:09: In Peru gilt es auch so in der Volksmedizin als Aphrodisiakum.
00:36:15: Also irgendwie macht das was.
00:36:16: Und das Interessante bei Makas ist, es wirkt auf deine Hormone ohne an den Hormonrezeptoren anzudocken.
00:36:24: setze ich jetzt an Oestrogenrezeptoren an, sondern aber es macht das mit einem Zyklus.
00:36:28: Das kann den normalisieren.
00:36:30: wie gesagt ist Nahrungsmittel kein Medikament und dann war ich erstaunt wie vieles davon gab bei Hohlfuts in welchen Formen auch gibt auch in verschiedenen Varianten gelb schwarz-rot und so.
00:36:43: und dann sagt sie wofür braucht man das?
00:36:45: Und da habe ich kurz überlegt ob ich es ausspreche Wenn Wechseljahnen bist, kann schon mal das ein oder andere gebrauchen und sie so krass erzählen.
00:36:53: Achso?
00:36:54: Und du wolltest
00:36:55: nicht aussprechen weil du nicht zugehen wolltest, dass du wechseljahren, dass es dein Thema möglich ist?
00:36:59: Genau!
00:36:59: Ja genau, das ist ein Thema für mich.
00:37:00: Ich hatte mich langsam mit Beschäftigten.
00:37:02: dann kamen verschiedene Sachen zusammen.
00:37:04: meine Mutter Ist falsch behandelt worden in den Wechseljahren.
00:37:07: Die ist mit Schlaftabletten behandelt, die hat auch drei Ausscharbungen bekommen für meine Mutter während Hormone damals gut gewesen.
00:37:15: Die wurden aber nicht verschrieben, sondern der Schlaftablette.
00:37:17: von denen ist sie abhängig geworden.
00:37:20: Sie hat das dann geschafft davon wieder loszukommen, was waren bestimmt zwei Jahre ihres Lebens?
00:37:26: Der Alltag war sehr geprägt, dadurch dass sie sehr belastet war.
00:37:30: Drei Ausscharbungen heißt du bist dreimal im Krankenhaus und deine zu viel aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wird rausgekratzt.
00:37:39: Das ist ja immer ein Eingriff.
00:37:40: Beim dritten Mal hat Arzmann gesagt so wie schicken Sie jetzt mal zur Kur?
00:37:44: Danach hatte ich meine Mutter zurück, weil die war auch zwei Jahre nicht selbst.
00:37:49: Ist daher auch dein Slogan entstanden?
00:37:51: Da
00:37:54: kommt von Nina Puri, eine ganz tolle Texterin.
00:37:58: Aber die kennt diese ganze Geschichte natürlich und natürlich insgesamt.
00:38:03: deshalb auch.
00:38:03: der gilt natürlich für viele Frauen weil sie unsere Mutter Generation darüber in weiten Teilen nicht gesprochen hat.
00:38:11: Jetzt gibt es ja auch Frauen, die gar keine Probleme mit den Wechseljahren hatten in der Mütter-Generation.
00:38:15: Es gibt auch Frauen darüber geredet haben aber die Mehrheit hat nicht darüber gredet weil's so stigmatisiert ist und das hat mit alter Frau zu tun Das hat mit nicht mehr fruchtbar zu sein.
00:38:27: Und auch diese ... ich sag's jetzt mal Fuckability.
00:38:31: also man is einfach nicht mehr so sexy Man kriegt faltige Haut, man ist zum ersten Mal mit dem Alt werden konfrontiert.
00:38:37: Also hier alles wird irgendwie Ist nicht mehr so straf, man kriegt Lippenverhalten.
00:38:43: In meinem Fall bin ich total nervig und ... Man sieht auf einmal, dass man seine eigene Vergänglichkeit konfrontiert.
00:38:49: Das ist nicht positiv belegt, anders als Schwangerschaft.
00:38:53: Da hast du positive Mythen die Mutter und das alles toll!
00:38:57: Und das ist eben
00:38:58: ...
00:38:59: Das ist nicht, wenn die Fruchtbarkeit zurückgeht.
00:39:02: Die westliche Kultur hat keine Wertschätzung des Alters.
00:39:05: Wir haben das in asiatischen Kulturen, Japan und so aber wir haben es nicht bei uns.
00:39:12: Und deshalb hatte ich gezögert, spreche ich das aus.
00:39:16: Dann haben wir dort aber auf der Konferenz, auf der wir waren in den USA, haben wir ein ganz tolles Panel gesehen von einer Gründerin und einer weiblichen Investorin und so.
00:39:25: Wir waren total inspiriert.
00:39:27: Ich habe gesagt, ich brauche nicht mehr auf mehr Konferenzen gehen um noch mehr Inspiration mir zu holen.
00:39:31: wie toll ist es zu gründen?
00:39:32: Weil da erlebst du ja andere Gründer die erfolgreich gegründet haben in der Regel.
00:39:36: Wenn ich das nächste Mal auf eine Konferens gehe dann weil ich da selber auf dem Panel sitze erzählen kann.
00:39:44: Hast
00:39:44: du das seitdem getan?
00:39:47: Ich habe im Kleinen schon, also man kann jetzt sagen nobody told me ist für mich so.
00:39:54: ich sage ich kann Haken dran machen ja ich kann Unternehmerin sein.
00:39:57: ich muss aber auch sagen es ist sauanstrengend und der große Wurf ist mir nicht gelungen.
00:40:03: also wenn man jetzt denkt man hat so große Ziele größtes Frauen gesundheitsdatab in Europa ist mir nie gelungen und du wirst ich werde auch überholt von Jüngeren, Gründerinnen eher aus dieser Start-up-Welt die Funding einsammeln und ganz großes Vorhaben.
00:40:20: Und gleichzeitig ist das ja ein Prozess!
00:40:23: Für mich ist der Weg den ich jetzt in die letzten sieben Jahre hinter mich gebracht habe eine ganz wertvolle Erfahrung, die ich so bei Google auch nicht gemacht hatte.
00:40:34: Da hätte ich andere Erfahrungen gemacht.
00:40:36: aber dieses selber etwas zu schaffen von null etwas aufzubauen und immerhin zwanzigtausend Frauen zusammenzubringen, die da Newsletter lesen oder zumindest mal sagen sie wollen ihn lesen das muss man ja auch anerkennen, dass muss man erst einmal schaffen.
00:40:50: so und deshalb handelt dies amerikanische Wort also handelt sich ein bisschen dass man sagt es muss nicht mehr der größte Wurf sein.
00:40:58: Ich kann daran weiterbauen und ich kann das so lange machen, wie ich will.
00:41:03: Ich erlebe eben jetzt mit sechsundfünfzig erlebe ich frühere Kolleginnen und Kollegen die auf einmal einen Job loswerden – mit sechzig!
00:41:12: Und sie dachten, Sie machen es noch weiter und so.
00:41:15: Das habe ich nicht, weil ich bin mein eigener Chef.
00:41:20: Ich bin endlich in der C-Suite angekommen, ne?
00:41:23: Ich bin nicht nur Chief Menopause Officer.
00:41:25: Ich bin auch CEO meiner eigenen Company.
00:41:27: Das was mir im Konzern so nicht zugetraut wurde Aus Gründen vielleicht, weil man nach einem bestimmten Muster sucht das ich so nicht erfüllt hatte.
00:41:34: Aber du fragst davon was ist bei Google?
00:41:37: Was habe ich gelernt?
00:41:40: Wir sind das kleine Google.
00:41:41: Also ich versuche eben diese Wertschätzung, die ich selber erlebt habe am Job und im Fall jetzt Werkstudentin meine Businesspartnerin Caroline Brettschneider mit der ich jetzt sie reingohlt habe als Gesellschafterin oder wir haben uns zusammengefunden.
00:41:56: Die versuche ich also den Versuch mit großer Wertschätzungen gegenzugehen.
00:42:00: Wir haben Mini-Jobber, Werkstudientinnen.
00:42:03: Wir überlegen jetzt jemanden einzustellen auch Und die zu Enable'n, zum Power'n können sich ihre E-Mail Adresse selber aussuchen wenn sie wollen und womit Sie arbeiten wollen mit welchem Rechner und solche zu kleine Dinge.
00:42:15: Aber auch zu sagen wir suchen Leute die Freiheit ausfalten können weil bei uns haben die ganz viel Freiheit zu gestalten.
00:42:24: Das kann nicht jeder Typ.
00:42:25: Manche fühlen sich sehr wohl in einem Konzern und das ist total okay.
00:42:30: Wir suchen schon Leute, die hungrig sind Das sind die auch im Konzern und die aber auch mit der Freiheit leben können, das mit der Ungewissheit, die wir haben.
00:42:40: Und gleichzeitig haben die bei uns einen ganz großen Gestaltungsspielraum.
00:42:45: Ich möchte die Managerin sein, die ich immer selber haben wollte.
00:42:51: Das ist eigentlich fast ein Superschlusssatz, weil wir müssen jetzt schon langsam zum Schluss kommen.
00:42:54: Aber ich habe noch zwei ganz wichtige Fragen für dich, weil du ... Ich finde das super spannend wie du erzählst dass ihr nicht den großen Wurf geschafft habt aber das schafft ja nicht jeder.
00:43:03: es ist völlig unrealistisch, dass jeder das neue Einhorn ist und ein Milliarden Unternehmern da auf die Beine stellt Wie misst du heute Erfolg?
00:43:12: Weil du hast ja früher sehr Datentrieben gearbeitet.
00:43:15: Ist heute zum Beispiel Vertrauen in deine Marke wichtiger als Zahlen?
00:43:19: Naja also Marke wird Unterschätzt mit dem Aufkommen des Online-Marketing und Performance Marketing, wo man gefühlt sich ja... kurzfristig immer Umsatz einkaufen kann.
00:43:31: Da geht es um Roas, also Return on Advertisingsband.
00:43:35: so wie viel kriege ich zurück wenn nicht ein Euro einsetze?
00:43:37: Wie viel kommt da zurück und sowas.
00:43:40: Da wird unterschätzt wie wichtig Marke ist und welchen Wertmarke hat.
00:43:44: und während das vorgemacht hatte Steve Jobs die waren ja über Jahrzehnte die erfolgreichste Marke der Welt und sind ja immer noch.
00:43:51: Apple ist ja immer eine wahnsinnig erfolgreiche Marke Und das schaffen gar nicht so viele Start-ups.
00:43:57: Das schaffen die sich dann einige, weil sie sich das teuer erkauft haben mit viel Geld und das ist vielleicht meine Kritik an dieser Startupwelt.
00:44:05: Da wird ganz viel Geld verbrannt, weil die wenigsten Unternehmen schaffen es.
00:44:09: D.h.,
00:44:10: du investierst in Unternehmen und vielleicht eins von zehn schafft es und die wenigste schaffen auch den Verhundertfach, also dass sich das Kapital wirklich richtig vervielfacht.
00:44:20: Ein Fünfzigtausend Euro zu Anfang von den Business Angels, die hätten mir so geholfen.
00:44:26: Ja und ja lieber ich hätte es ja besser gefunden.
00:44:29: Ich finde eine Kultur besser wo man oder auch Zehntausende Euro Wo man vielen Frauen.
00:44:34: wenn man will dass mehr Frauen gründeren werden dann musst du sie im Anfangs Stadium unterstützen.
00:44:39: und die brauchen Weil Frauen gründen nachhaltiger Unternehmen.
00:44:43: Sie sind länger am Markt, sie stellen mehr Leute ein also halten mehr Leuten Lohn und Brot.
00:44:49: und davon haben wir zu wenig in unserer Kultur.
00:44:51: und die Start-up Kultur fördert aber tendenziell eher die jungen Männer mit KI, mit Tech Hintergrund.
00:44:57: das machen eben Tendenziell immer noch mehr Männer als Frauen.
00:45:01: Diese Mindberufe, wo man jetzt versucht, mehr Frauen reinzubekommen.
00:45:04: Das ist auch gut, aber das wird eine ganze Generation dauern so und Frauen gehen eher in sozialere Themen wie ja im Gesundheitsthema.
00:45:11: Da spielt Tech auch eine Rolle.
00:45:13: Das wird dann eher von den Männern gemacht.
00:45:15: Weil du mit einer Mitgründerin das eigentlich starten wolltest?
00:45:19: Was ist der Vorteil einer Mitkünderin?
00:45:21: und was ist vielleicht der Nachteil wenn man alleine startet?
00:45:25: Wenn du eine Mitgründerin hast, dann bist du zweiundfünfzig Prozent.
00:45:29: Weil... Durch das Zusammenarbeiten ist es eben nicht nur hundert Prozent von jeder, sondern das befeuert sich ja auch.
00:45:35: Da kommt ein Netzwerkeffekte die du hast weil da kommt ein zweites Netzwerk was du nutzen kannst.
00:45:40: wenn du alleine gründest hast du nur achtzig Prozent Weil an den tiefen Tagen die du zu Anfang haben das musst du dich immer wieder selber rausziehen.
00:45:47: Das kostet auch Kraft und Ressource Und wenn du nicht der typische Gründer Typ bist also typisch wie so breite Schultern und Business Ende Typen dann mich hat.
00:45:57: ich habe mich Ich habe mich ja teilweise selber behindert mit meinen Barrieren im Kopf zu denken.
00:46:02: Ich bin nicht gut genug, ich schaff das nicht.
00:46:04: Ich hab zwischendurch gedacht, ich bin eine einzige Versagerin weil ich habe es ja nicht hingekriegt.
00:46:08: Es fing dann an als die anderen an mir vorbeizogen und das ist natürlich total bescheuert so zu denken und das muss aber erst mal abschütteln.
00:46:15: Und was ich gelernt habe durch meine eigene Gründung, es zu machen... einfach machen, es nicht zu überdenken.
00:46:23: Einfach machen und natürlich sich als Frau schnell auch ein Netzwerk von anderen Gründerinnen und Gründern auch zu schaffen wir arbeiten ja auch sehr erfolgreich und gut mit Männern zusammen und von denen zu lernen.
00:46:35: also such dir einen Umfeld was nurturing ist das dir ganz viel gibt und geh weg von denen die eher so kritisch sind.
00:46:43: ich habe einen der mich unterstützt hat.
00:46:46: den Namen kann man auch nennen Marc Miller.
00:46:48: er hat eine große M&A Unternehmen aufgebaut in Deutschland Karlsquer und das ist ein sehr guter Freund von mir.
00:46:55: Und der sieht ganz viele Unternehmer und Unternehmerinnen, auch Start-up Gründeren aber er sieht die ganze Bandbreite von Unternehmern.
00:47:06: mich immer bestärkt, das weiterzumachen.
00:47:09: Er sagt du bist gut und richtig wie du bist.
00:47:11: mach es weiter!
00:47:12: Es ist nicht nur der eine Gründer Typ die erfolgreich ist und funktioniert auch nicht wenn du versuchst da rein zu passen sondern bleibt dir selber treu und mach einfach und mach weiter.
00:47:23: glaub an dich weiter Und davon braucht es mehr.
00:47:28: Es braucht mehr Allies, ob jetzt Männer oder Frauen und das braucht weniger Kritiker.
00:47:33: Da sind wir in Deutschland irgendwie recht groß immer alles sehr kritisch zu sehen.
00:47:37: In Österreich auch?
00:47:38: Ja natürlich!
00:47:40: Was
00:47:40: wie
00:47:40: sie was kann, sie wer glaubt, wie sie ist...
00:47:44: Ja, das habe ich aber auch gehört von der Frau.
00:47:46: Was glauben Sie denn?
00:47:47: Warum sie was über die Wechseljahre sagen könnten?
00:47:49: Und dann gesagt, naja, ich bin Ökotrophologin da war zumindest ein bisschen okay.
00:47:53: Aber wenn du nicht Ärztin bist, darfst du dazu eigentlich nichts sagen.
00:47:56: Amazon wurde nicht von einem Buchhändler gegründet.
00:48:00: Man muss nicht immer aus der gleichen Zunft kommen, um etwas dazu zu sagen und die Innovationen in der Medizin werden überwiegend durch die Akademisierung von Medizinberufen kommen.
00:48:12: Die kommen von denen, die von außen reinkommen und nicht aus dem etablierten Medizin-Establishment.
00:48:18: Das ist auch was ich gelernt habe auf dem Weg dahin.
00:48:21: das heißt ja Einfach machen, nicht kleinreden lassen.
00:48:26: Und einfach mal bei Nobody Told Me reingucken und Samadhi told me abonnieren!
00:48:32: Weil der Big von außen ist ja immer so... Ich weiß die Leute sind immer beschäftigt mit Selbstzweifeln, kenne ich auch für mir selbst aber nach Außen.
00:48:38: Ich finde eure Platte wirklich toll und deswegen wollte ich unbedingt dieses Interview machen seit ich das erste Mal von dir gehört habe Die Frau, die bei Google weggeht und dann was Eigenes gründet.
00:48:47: Eine ganz tolle Geschichte.
00:48:48: vielen Dank für dieses Interview Susanne.
00:48:52: Ja, wir sehen uns vielleicht mal in einem deiner Body-Reset Kurse.
00:48:56: Du bist herzlich eingeladen und ihr habt Danke für die tollen Fragen!
00:49:33: Danke!
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